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Melvins - The Maggot

The Maggot

Diese Band ist fraglos eine Ausnahme-Erscheinung.

Längst habe ich es aufgegeben, dass Fanverhalten der Melvins-Jünger zu analysieren: sie goutieren bestenfalls als humoreske Eskapaden zu wertende Platten wie "Stag" oder "Prick" und stellen sie mit einem Lächeln neben die alten Kracher namens "Ozma" und "Gluey Porch Treatments". Sie geben ein Schweinegeld für die limitierte Totenkopf-Singles-Reihe aus, obwohl ein Großteil der Aufnahmen vollkommen lächerlich ist. Und sie werden nicht gewartet haben, bis sich irgendein deutscher Vertrieb des jungen Ipecac-Labels von Mike Patton annimmt, sondern ohne mit der Wimper zu zucken 40 Mark für den Import hingeblättert haben. Warum? Weil es sich hier um DIE MELVINS handelt. Mit Mark Deutrom haben sie einen weiteren Bassisten verschlissen, der neue Mann heißt Kevin Rutmanis - aber das ist nur für die Akten. "The Maggot" präsentiert, als erster Teil einer Trilogie, die Melvins mal wieder in rock. Immer wahlweise mit einer Spur zu viel oder zu wenig Speed. Und einer Judas Priest-Coverversion. Majestätisch groß wie lange nicht mehr, ist "The Maggot" mehr als ein Versöhnungsgeschenk für die Laufkundschaft, die die Melvins nach "Houdini" aufgegeben hat. Und die Devotees spekulieren ohnehin schon, ob uns mit Teil 2 ("The Bootlicker") und 3 ("The Crybaby") Fusion, Minimal-Elektronik oder ein sinfonisches Werk ins Haus steht. Spannend, spannend, spannend.

Bewertung: 10/12
Leserbewertung: 10.5/12

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