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0 Autor: Ingo Scheel

Superchunk - Wild Loneliness

Wild Loneliness

Die Indierock-Altstars versammeln auf ihrem zwölften Studioalbum zahlreiche Gäste.

Irrwitzig, dass zehn Sekunden genügen, um zu wissen: Das hier sind Superchunk. Ein Sound, der im Verlauf der vergangenen drei Jahrzehnte regelmäßig in verschiedene Stilen lugte, dennoch grundsätzlich wiedererkennbar ist, egal ob es mal härter, experimenteller, oder, wie auf Wild Loneliness, weniger elektrifiziert zugeht. Das nennt man dann wohl einen Markenartikel. Dabei strahlt die Anziehungskraft der Band nicht nur auf ihre Hörerschaft aus, auch in Musikerkreisen kennt und schätzt man einander, der Blick auf die Gästeliste belegt das: Norman Blake und Raymond McGinley von Teenage Fanclub sind dabei, Sharon Van Etten, Mike Mills (R.E.M.) und Tracyanne Campbell (Camera Obscura) verstärken die Band, die Streicher-Arbeit von Owen Pallett und Wally Gagel setzt zudem einen besonders charakteristischen Akzent. Zehn Songs umfasst das Album, jeder ist eine schimmernde Perle für sich: Der sonnige Westcoast-Vibe in "City Of The Dead" umarmt direkt zum Auftakt, "Endless Summer" ist von Aufbruch und Irritation zugleich angetrieben, die Bläser in "Highly Suspect" sind ein Kunstwerk für sich. "This Night" erzählt von vergangenen Nächten, mit zu viel Alkohol, Zigaretten und lauter Musik. Überhaupt wird das gesamte Album vom diffusen Gefühl getragen: Vielleicht sind wir noch nicht bereit, ins wilde Leben zurückzukehren, doch wenn es wieder losgeht, dann wird es großartig.

Bewertung: 9/12

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