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0 Autor: Jörg Staude

Bush - The Science Of Things

The Science Of Things

Fünf Jahre sind seit dem Bush-Debüt "Sixteen Stone" in die Lande gegangen. Nach dem Millionenseller folgte mit "Razorblade Suitcase" (1996) und "Deconstructed" (1997) ein Lärm- und ein Kunstalbum, beide unterm Strich weniger erfolgreich.

Zwar sind die vier englischen Alternative-Rocker immer noch eine Festivalattraktion (wie Woodstock '99 und das Hurricane in Scheeßel bewiesen haben), aber letztendlich lebt die Band, machen wir uns da nichts vor, seit besagten fünf Jahren von ihrem Erstling. Trotzdem kann man eines schon jetzt sagen: Bush haben so gerade eben noch die Kurve gekriegt. "The Science Of Things" zeigt auf zwölf Songs eine Band, die sich zwar immer noch zu ihren Grunge-Wurzeln bekennt ("Warm Machine", "Prizefighter", "Dead Meat"), sich aber nicht scheut, moderne Einflüsse zuzulassen. Die erste Single "The Chemicals Between Us" ist so ein Beispiel. Tanzbarer waren Bush noch nie. Ob man das in Amerika versteht, weiß ich nicht, aber in Europa müsste es klappen. Manchmal reichen ja - wie im Falle des Debüts - zwei Singles, um eine Scheibe über die Millionengrenze zu peitschen. Und genau das ist das grundlegende Problem dieser Platte: Es fehlen die wirklich großen Momente, die Überraschungen, die das Ganze zu einem Besonderen machen würden. So wie in "The Disease Of The Dancing Cat" oder der schönen Streicher/Pianoballade "Letting The Cables Sleep". Gavin Rossdale besitzt eine markante Stimme, warum hat er dafür nicht immer solche markanten Melodien parat? Schade, denn dann könnte unten an annähernd volle Punktzahl stehen. Auf alle Fälle sind sie jetzt endgültig den Vorwurf los, eine bloße Nirvana-Kopie zu sein. Und das ist nicht nur lobenswert, sondern vor allem auch im Sinne der Band.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 7.2/12

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