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0 Autor: Stefan Layh

Body Count - Murder 4 Hire

Murder 4 Hire

On with the Body Count: Ice-T’s Gang ist wieder auf freiem Fuß und fabriziert schlappsten Rap-Metal für den Fahrstuhl im Schwerverbrechertrakt.

Als Ice-T sein Rap-Metal-Projekt Body Count 1992 von der Leine ließ, zuckte die Crossover-Gemeinde für einen Moment zusammen. Das Debüt "Body Count" war aber auch ein bissiges Biest: Freunde und Helfer, Feinde und Blender – Ice-T und seine schweren Jungs ließen kaum jemanden ungeschoren aus South Central Los Angeles davonkommen. Was folgte, war harm- und zahnlos: "Born Dead" (1994) und "Violent Demise: The Last Days" (1997) wirkten wie handzahme Hündchen. Fast eine Dekade später will es der Bilderbuch-Badboy noch mal wissen, im biblischen Metal-Rapper-Alter von 48 Jahren. Ice-T bricht die Zelle auf, in der er Body Count einst wegsperrte. Das Ärgerliche daran: Nach der Bandpause ist alles wie davor. Bestenfalls. Von der Urbesetzung sind zwar nur Ice-T und Gitarrist Ernie-C übriggeblieben, dennoch ist "Murder 4 Hire" unverkennbar ein Body-Count-Album geworden, noch dazu ein katastrophales. Sie rumpeln sich durch zwölf knochige Rap-Metal-Brocken über Pain, Crime und jede Menge Motherfuckers. Sie wühlen unmotiviert in einem großen Haufen Gangsta-Shit, bei schrecklich saftlosem Sound und stupidem Songwriting.Wieder und wieder rammen "BC" frontal gegen die Mauer am Ende der Sackgasse, in die sie sich vor mehr als zehn Jahren hinein manövrierten. Ein Trost: Im Altersheim für zahnlose Neunziger-Helden sind Body Count nicht alleine. Im Nebenzimmer (vgl. VISIONS 160) knurren Dog Eat Dog fast genau so müde vor sich hin.

Bewertung: 2/12

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