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01.02.2016 | 15:53 1 Autor: Sammy Fröbel RSS Feed

Rockavaria zeigt "Gutterdämmerung"-Premiere, Gerüchte um Zwillingsfestival Rock im Revier

News 24383Das Rockavaria-Festival hat nicht nur neue Bands bestätigt, im Münchner Olympiapark wird auch der Allstar-Stummfilm "Gutterdämmerung" seine Deutschland-Premiere feiern. Beim Schwesterfestival Rock im Revier kochen derweil Gerüchte über einen erneuten Standortwechsel hoch. Die Veranstalter versprachen baldige Neuigkeiten.

Das Rockavaria-Festival in München wird langsam zu einem Pflichttermin für Rockfans: Eine exklusive Headliner-Show von Iron Maiden und den bis auf weiteres einzigen deutschen Festival-Auftritt von Iggy Pop - der dort sein neues Album "Post Pop Depression" live präsentieren wird - sowie Shows von Slayer, Ghost, Anthrax und anderen hatte sich die Veranstaltung bereits gesichert.

Hinzu kommen nun noch einmal Line-up-Neuzugänge wie die Klassik-Rocker Apocalyptica, die Retro-Überflieger Kadavar und die Hardcore-Punk-Veteranen Suicidal Tendencies.

Noch interessanter ist aber fast ein anderer neuer Programmpunkt: Neben den direkten musikalischen Acts kündigten die Veranstalter die Deutschlandpremiere für den Rock'n'Roll-Stummfilm "Gutterdämmerung" an. Am Festivalsamstag feiert der Streifen von Bjorn Tagemose seine Live-Premiere. Mit einer fünftköpfigen Band wird der "lautesten Stummfilm der Welt" inszeniert. Geführt wird durch die Handlung rund um einen gefallenen Engel, der die Gitarre des Teufels wieder auf die Erde zurückbringt von Henry Rollins, der ebenfalls als Co-Autor des Stückes agierte; zahlreiche weitere Stars des internationalen Rock und Metal sind zu sehen.

Die Bühnensituation verändern die Veranstalter in diesem Jahr: Im Stadion wird es eine große Doppelbühne geben, ergänzt von einer schwimmenden Seebühne am Coubertin-Platz. Im Vorjahr hatte es drei separate Bühnen im Stadion, der Olympiahalle und dem Theatron gegeben.

Am Mittwoch geht der Karten-Vorverkauf in die zweite Runde. Bei allen bekannten Vorverkaufstellen sind dann Tageskarten, sowie Tickets für das gesamte Wochenende erhältlich. Weitere Infos zum Line-up und zum Rockavaria selbst gibt es auf der offiziellen Webseite.

Während das Rockavaria damit bestens für die Festivalsaison aufgestellt ist, kursieren um das Ruhrpott-Schwesterfestial Rock im Revier drei Monate vor der Veranstaltung Gerüchte: Der zweiten Auflage des im vergangenen Jahr in Rekordzeit organisierten Festivals der Berliner Konzertveranstalters Deutsche Entertainment AG (DEAG) droht laut einem unbestätigten Bericht der WirtschaftsWoche ein erneuter Standortwechsel. Demnach könnte Rock im Revier 2016 in der Dortmunder Westfalenhalle stattfinden.

Die Veranstalter wollten sich zu den Gerüchten bisher nicht äußern, kündigten aber Neuigkeiten zu Rock im Revier inklusiver weiterer Bands noch für die laufende Woche an.

Seit seiner Gründung musste das 2015 zum ersten Mal ausgerichtete Rock am Ring-Nachfolge-Event bereits drei Mal die Location wechseln: vom Nürburgring in die Arena auf Schalke und nun für dieses Jahr in den geplanten Gelsentrabpark in Gelsenkirchen. Grund für den Weggang vom Nürburgring waren seinerzeit die finanziellen Auseinandersetzungen mit der Betreibergesellschaft des Nürburgrings, der Capricorn Nürburgring GmbH (CNG).

Laut eines Artikels der Wirtschaftswoche soll die Umsetzung von Rock im Revier 2016 generell gefährdet sein, weil die Veranstalter im Ringen um die besten Bands mit der Marek Lieberberg Konzertagentur (MLK) - den ursprünglichen Festivalveranstaltern am Nürburgring - 2015 immer höhere Gagen für Musiker hatten zahlen müssen. Über sieben Millionen US-Dollar kassierten laut der Wirtschaftswoche angeblich Metallica für die Auftritte bei den Schwesterfestivals Rock im Revier und Rockavaria. Die DEAG äußerte sich nicht zu der Frage, ob Rock im Revier 2016 eventuell eine Absage droht.

Rockavaria

27.-29.05 München - Olympiapark

Rock im Revier

26.-28.05. Gelsenkirchen - Gelsentrabpark

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Kommentare (1)

Avatar von BEATCAMP BEATCAMP 02.02.2016 | 10:07

Rock im Revier soll schon wieder umziehen? Wenn es nicht so erschreckend und traurig wäre, wie Investoren in Form der DEAG den deutschen Festivalmarkt aus reiner Geldgier kaputt machen, könnten einem diese Dilettanten fast leid tun. Tun sie aber nicht. Bleibt zu hoffen, dass sie endlich aufgeben, damit die Gagen-Schlacht endlich aufhört ..."Grüne Hölle Rock" war übrigens einer der lächerlichsten Namen für ein Festival, den ich je gehört habe.

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