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Hot Water Music - Caution

Caution

Bange Frage: Bleibt der Gainesville-Vierer sich, seinem Sound und den Fans treu? Die gelassene Antwort: Was sonst?
Vor jedem angekündigten Hot Water Music-Release dasselbe Spiel: Diesmal geht es schief, so die innere Schweineunke. Es kann einfach nicht funktionieren, dass eine Band jedes Jahr eine neue Platte macht, und sich jedesmal zu verändern weiß und spannend bleibt, ohne dabei Identität und Glaubwürdigkeit aufzugeben. Doch schon der furiose, extrem (schweine-)rockige Opener "Remedy" wischt all diese Zweifel vom Tisch. Ähnlich kompromisslos wie bei "A Flight And A Crash" rockt sich die Band hier derart unverschämt in Hirn und Herz, dass man unmittelbar ins HWM-Universum gezogen wird. Auch die Split-EP mit dem Alkaline Trio hat Spuren im Sound hinterlassen, so zeigen "Trusty Chords" oder "Not For Anyone" eindeutig verwandschaftliche Songstrukturen und eine ähnlich klare Melodieführung. Doch keine Angst, diese neue Facette ergänzt hervorragend die weiterhin tonangebenden Trademarks wie rauher Gesang, versiert-komplexe Instrumentierung und hymnische Refrains. Wobei sich "Wayfarer" als Überhymne herausstellt, die durch die geselligen "Oh-Oh-Oh"-Chöre leicht an die "Bro Hymn" von Pennywise erinnert, die damit bekanntlich die Bindung zu ihren Fans unterstreichen. Und wer will bestreiten, dass es sich in einer Großfamilie besser feiert? Für Abwechslung und lange Halbwertszeit ist jedenfalls gesorgt, denn die meisten Stücke müssen wachsen und das tun sie dann auch wie immer: direkt ans Herz!

Leserbewertung: 9.9/12

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