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0 Autor: Martin Iordanoglu

Slayer - God Hates Us All

God Hates Us All

Die wilden Leute mit den kaputten Ohren werden diese Platte lieben, sagt meine Nachbarin. Denn es sind schließlich treue Anhänger, die mit "Disciple" gleich zu Anfang das von ihrer Band bekommen, was sie von ihr wollen: Schlau arrangierte in-die-Fresse-Tracks, die auch das zehnte Slayer-Album für sie zu einem denkwürdigen Ereignis machen werden. Ein bisschen sei es mit dieser Gruppe ja wie mit Ritter-Sport-Schokolade, sagt sie. An den ersten Bissen wird man sich ewig erinnern, danach bleibt es lecker, aber berechenbar: Diabolisch, praktisch, gut. "I hate everyone equally", schimpft Brüllepigone Tom Araya, dessen Stimmbänder sich offensichtlich immer noch im Wachstum befinden, und schindet mit dem Song "New Faith" mächtigen Eindruck. In "Seven Faces" folgt seinen gellenden Schreien dann erstmals so etwas wie eine Hookline, während seine Bandkollegen sich inzwischen wieder mehr mit den guten Haselnüssen, äh, amtlichen Thrash-Granaten, befassen, als es zwischenzeitlich mit "Diabolus In Musica" der Fall war. In der Tat, Speedfreaks kriegen auf "God Hates Us All" wieder ihre Dosis verabreicht. Die jungen Leute mit den dicken Hosen werden sich bei Songs wie "Cast Down" an ihre Nu-Metal-Lieblingschokolade erinnert fühlen, sagt meine Nachbarin, während ihre Papas zu "Payback" oder "Exile" die alten Zeiten hochleben lassen können. Vielen Dank, Frau Nachbarin, ich glaube, das trifft es ganz gut.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 7.0/12

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