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King Tuff - The Other

The Other

Stilwechsel: Von krachig-garagigem Power-Pop wechselt King Tuff zu sonnig-verträumtem Softrock.

"The Other" zeigt ganz gewiss eine andere Seite von Kyle „King Tuff“ Thomas. Normalerweise mag er es ja krachig. Ob als Sänger in der Stoner-Metal-Band Witch, als Gitarrist von Ty Segalls Band The Emotional Muggers oder solo auf bislang drei Alben und einem Tape, die seit 2006 unter dem King-Tuff-Banner erschienen sind. "The Other" entkräftet die Gitarren, holt dafür Mundharmonika, Synthesizer, Segalls Bassisten Mikal Cronin am Saxofon, Segall selbst am Schlagzeug, Jenny Lewis (Rilo Kiley) und Greta Morgan (Springtime Carnivore) als Background-Sängerinnen dazu. Produziert hat Thomas sein fünftes Album selbst, assistiert hat Shawn Everett beim Mix. Da der bereits für War On Drugs und Grizzly Bear arbeitete, hat Thomas in ihm einen guten Partner gefunden, um die Sonne im Herzen der neuen Songs zum Strahlen zu bringen. Da trifft verschwurbelte Neo-Psychedelia auf altmodischen Soft Rock, und süßer Dreampop auf sexy Yacht Rock. Es gibt Echos von den Flaming Lips, MGMT, Dan Auerbach, Tame Impala und dem fluffigen AOR von The War On Drugs, und welche aus England: Im mit Harmonika gespickten "Infinite Mile", das mit dickem Drumbeat etwas aus dem Rahmen fällt, grüßen The Charlatans und die Stone Roses. Eine Erklärung hält Thomas für den Richtungswechsel parat: „Ich habe die Songs mich dahin leiten lassen, wo sie hingehen wollten, anstatt sie in eine bestimmte Richtung zu drängen. King Tuff war immer nur ich. Als ich als Teenager damit anfing, war es, was immer ich es sein lassen wollte. King Tuff sollte niemals nur eine Sache sein. Es war dazu bestimmt, alles zu sein.“ Et voilà!

Bewertung: 7/12

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