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Noel Gallagher - Where The City Meets The Sky - Chasing Yesterday: The Remixes

Where The City Meets The Sky - Chasing Yesterday: The Remixes

Berauschende Verlängerung des aktuellen Noel Gallagher Albums in Richtung Dancefloor.

Noel Gallagher hat eine klare Meinung zum aktuellen Stand elektronischer Musik: "Dance music sounds like a walk in the park now. Any fucker can do it – and quite frankly, every fucker is doing it". Aus dieser Perspektive betrachtet kommt eine EP mit Remixen zu seinem aktuellen Album "Chasing Yesterday" überraschend. Aber zum einen war Gallagher schon immer ein Freund des psychedelisch Überdehnten, man denke an "Champagne Supernova". Zum anderen verrät der Blick auf die Tracklist, dass man hier kein generisches Four-To-The-Floor befürchten muss. Stattdessen versuchen die Beteiligten, wie Gallagher alle im gesetzten Rockstaralter, die Songs behutsam auszudehnen. "Beyond The Wizard’s Sleeve", ein Projekt von Erol Alkan und Richard Norris, früher Psychic TV, zum Beispiel übertragen "Ballad Of The Mighty I" mit ihrem elegischen Remix, über dem Gallaghers Stimme noch schwereloser schwebt als im Original, endgültig in Richtung Krautrock. Ein ähnliches Kunststück gelingt dem Duo auch mit der verhallten "Re-Animation" von Riverman, mit dem sie Gallaghers psychedelische Seite komplett freilegen. Bereits bekannt von Singleveröffentlichungen sind die Remixe zu "In The Heat Of The Moment: Andrew Weatheralls" schlingernd pumpender Housetrack sticht dabei Toydrums funky Dub locker aus. Höhepunkt der EP ist aber David Holmes Remix zu "The Girl With X-Ray-Eye"s: Mit Kinderchor und Vintage-Synthies macht er aus dem Song eine analoge SciFi-Oper. Nach "a walk in the park" hört sich keine der Neubearbeitungen an, schon eher nach großem Respekt und viel Verständnis für Gallaghers Genie.

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