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Failure - The Heart Is A Monster

The Heart Is A Monster

19 Jahren nach ihrem letzten Album sind die Space-Grunge-Rocker Failure zurück – und tun so, als hätte es diese riesige Zeitspanne nie gegeben.

Man darf sich das ruhig mal vor Augen führen: Wer 1996 um das Erscheinen von "Fantastic Planet" auf die Welt kam, der hat mittlerweile seinen Schulabschluss und den Führerschein in der Tasche. Bei den drei Protagonisten hinter Failure ist gewiss auch viel passiert – nur nicht in ihrer Musik. Das beweist "The Heart Is A Monster", das exakt dort weitermacht, wo das dritte Failure-Album "Fantastic Planet" endete. Selbst die Interludes namens "Segue 4-9" setzten die Tradition der ersten drei fort – und sind leider immer noch überflüssig, da sie einfach zu viel Luft zwischen die zwölf Songs pumpen. Aber die enttäuschen immerhin nicht. Den Masterminds Greg Edwards (Gitarre/Bass) und Multiinstrumentalist, Mixer, Produzent, Songwriter und Sänger Ken Andrews ist das ureigene Failure-Gespür nicht abhanden gekommen. Immer noch laden sie ihren 90er-Jahre-Alternative-Rock mit shoegazigen bis spacigen Gitarreneffekten auf, lassen die Songs in großen Echos erhallen, setzen sich in "Mulholland Dr." ans Piano und schichten Momente aufeinander, die im Wechsel an Jane’s Addiction, Pink Floyd, Helmet, Pixies, The Flaming Lips und Nine Inch Nails erinnern – und klar machen, an wem sich Cave In für ihre Jupiter/Antenna-Phase orientiert haben. Textlich – so Edwards – hat man das Setting vom Weltall ins Körperinnere verlegt, was durch die von einer Nadel penetrierte Zelle auf dem Cover versinnbildlicht werden soll. Was fehlt, ist das letzte zwingende Moment, der teils kratzige Grunge-Appeal, der vor allem das Zweitwerk "Magnified" ein gutes Stück zwingender machte.

Bewertung: 7/12

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