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0 Autor: Christian Kruse

Cave In - Jupiter

Jupiter
  • VÖ: 23.10.2000
  • Label: Hydra Head/Green Hell
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 93

Diese Band hat eindeutig die Pfanne heiß: Wer die bisherigen Cave In-Platten kennt, sollte deshalb nicht davon ausgehen, sich ausrechnen zu können, wie "Jupiter" klingt.

Titel und Artwork zeigen es an: Dieses Ding ist far out. Wo auf "Until Your Heart Stops" (wurde just von Relapse wiederveröffentlicht) noch progressiver New School-HC mit typischem Schreigesang regierte und sich die Band in die Nähe von Nora, Botch und Coalesce stellte, zeigte bereits die letztjährige Single „Creative Eclipses“ mit ihrer Mischung aus Progmetal, sphärischen Geräuschkulissen und durchgeknalltem Singer-/Songwritertum, dass man hier mit allem rechnen muss. Und in einer Art führt „Jupiter“ den Weg dieser Single fort. Das Geschrei ist bis auf eine kurze Ausnahme vollkommen verschwunden, statt dessen wird jetzt melodisch und clean gesungen - und zwar auf hohem Niveau. Technisch sind Cave In eh über alle Zweifel erhaben, und die Progressivität von Songs wie „Innuendo And Out The Other“ und „Decay Of The Delay“ liegt sowohl im Arrangement als auch in der musikalischen Ausführung. Besonders bemerkenswert erscheint dabei die Tatsache, dass sich Cave In jeglicher Einordnung geschickt verweigern. Dies ist mit keiner Band wirklich vergleichbar, und auch Crossoverversuche der Marke Faith No More meets Tool meets Queensryche meets King Crimson" (totaler Schwachsinn) sagen in diesem Fall nichts aus. Bleibt nur eine Chance: selbst herausfinden. Ich jedenfalls halte sehr viel von dieser bemerkenswerten Band.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 10.5/12

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