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0 Autor: Vivien Stellmach

Swingin’ Utters - Fistful of Hollow

Fistful of Hollow

Für ihr neuntes Album haben Swingin' Utters rohen und räudigen Streetpunk mal wieder mit allerlei Einflüssen aus Folk, Americana und Country verfeinert. Mehr als 15 grundsolide Songs sind dabei aber nicht entstanden.

Mit ihrem kalifornischen Straßenpunk haben die Swingin' Utters bislang neun Alben und zahlreiche Clubs gefüllt und etliche Bandjahre abgerissen. Nach einer siebenjährigen Pause veröffentlichte das Quintett mit "Here, Under Protest" (2011) und "Poorly Formed" (2013) bereits zwei neue Alben. Auf letzterem verzichtete die Band mehr denn je auf schroffen und rotzigen Sound, und ging wesentlich ruhiger zu Werke. Mit "Fistful Of Hollow" drücken die Kalifornier nur ein Jahr später wieder mehr auf die Tube und liefern mit Songs wie "I'm Not Coming Home" und "We Are Your Garbage" soliden Straßenpunk mit vielen Ecken und Kanten. Es ist ja immer schön, der frechen und rotzigen Stimme von Sänger Johnny Bonnel zu lauschen. Aber den Swingin' Utters fehlt auf "Fistful Of Hollow" über weite Strecken die nötige Aggressivität. Die 15 Songs klingen zu routiniert, abgestumpft und harmlos. Das zweiminütige "Napalm South" plätschert gefahrlos vor sich hin und herausragende Hymnen wie den Titelsong auf "Five Lessons Learned" (1998) sucht man vergeblich. Vielleicht hätten sich die Swingin' Utters einfach mehr Zeit für ihr neues Album nehmen sollen. Im Grunde scheitert das Quintett nämlich an sich selbst und liefert lediglich 15 mittelmäßige Streetpunk-Songs ohne besondere Höhepunkte ab, die mal mehr in Richtung Americana, mal mehr in Richtung Folkpunk abdriften. Fans werden von "Fistful Of Hollow" nicht enttäuscht, über die Relevanz der Platte lässt sich aber mindestens streiten.

Bewertung: 6/12

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