Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Martin Iordanidis

Lamb Of God - Resolution

Resolution

Metal in Vollendung kennt man von Lamb Of God seit Jahren. Mit ihrem bisher stärksten Album in der Tasche rempeln sie jetzt nach vorne in die erste Reihe.

Pantera sind tot und Machine Head riechen manchmal schon komisch. Gute Voraussetzungen für die erste Bundesliga haben Lamb Of God schon seit ihrem Debüt, aber zum konstant hohen spielerischen Niveau kam nie eine medienwirksame große Fresse. Sex-Appeal irgendwie auch nicht. Beides brauchen Lamb Of God nicht mehr, denn "Resolution" hat eine Adrenalin-Dosis im Blut, mit der sich Nahkämpfe gegen bewaffneten Widerstand gewinnen lassen. Dem Crowbar-verdächtigen Sludgehammer "Straight For The Sun" hört man bereits die dicke Produktion des Albums an, auch "Ghost Walking" und "Barbarossa" ziehen mit spukiger Zupfgitarre Sumpfleichen aus dem Mississippi-Delta. Bei 14 Songs heißt die Parole Abwechslung, also preschen "The Undertow" und "Cheated" mit Hardcore-Riffs, eiligem Tempo und furztrockenen Drums nach vorne. Lamb Of God wirken in solchen Momenten wie tiefer gelegte Sick Of It All und finden damit noch freie Winkel im Genre-Ökosystem. Die ewigen Pantera-Vergleiche werden durch Songs wie "King Me" allerdings nicht aus dem Blätterwald verschwinden. Offensichtlich genießt Sänger Randy Blythe seine Rolle als Phil-Anselmo-Nachfolger sogar. Als einer der besten Metal-Drummer der Gegenwart macht Chris Adler hier das einzig Richtige und glänzt mit angenehmer Unterordnung. Mit hörbarer Betonung auf Live-Tauglichkeit und aggressive Physis werden Lamb Of God auch mit "Resolution" Pluspunkte einfahren und sich als heftigster Slamdance-Provider behaupten. Vielleicht klappt es dann auch mal mit einem Grammy.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 7.0/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.