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0 Autor: Stefan Layh

In Flames - A Sense Of Purpose

A Sense Of Purpose
  • VÖ: 04.04.2008
  • Label: Nuclear Blast/Warner
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 181

Die einstigen Klassenbesten der Göteborger Schule melden sich wieder zu Wort. Es bleibt dabei: Seit 2000 gelang In Flames kein flammendes Statement mehr.

Von 1995 bis 2000, von "Jester Race" bis "Clayman", trieben In Flames ihre Stilform bis zur Perfektion: melodischer Death Metal, der vor Funken sprühte, vor Ideen strotze und mit technischer Extraklasse protzte. Mit "Reroute To Remain" (2002) und dem Sprung in den weniger reißenden Metal-Mainstream verloren sie an Schwung, was folgte waren verzichtbare Selbstreferenzen. Ob In Flames noch mal die Kurve kriegen? "A Sense Of Purpose" bestätigt leider die triste Tendenz: In Flames haben ihre besten Jahre hinter sich. Der solide Song "Disconnected" sagt im Grunde alles, in plakativen Worten und Tönen. "You'll receive what you give, and this is like nothing", singt Anders Frieden da, "I feel like shit, but at least I feel something." Das klingt abgeschmackt, aber der Refrain funktioniert. Dieses Urteil trifft in vielfacher Hinsicht zu. "The Chosen Pessimist" beispielsweise ist eine Halbballade, die nur halb überzeugt, weil man das pathetische Drama nicht (be)greifen kann. "Move Through Me" blendet mit brillanten Gitarren, denen aber schwülstige Synthesizer die Schau stehlen wollen. "A Sense Of Purpose" lässt für wenige Wimpernschläge aufblitzen, was diese Band zur Legende gemacht hat. Den gehobenen Ansprüchen, die man an sie haben muss, werden In Flames 2008 nicht annähernd gerecht.

Bewertung: 6/12

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