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Helmet - Monochrome

Monochrome

Warum nicht Abschied nehmen? Band wie Weggefährten gleichermaßen. Helmet sind nicht tot, zucken aber nur noch.

Page Hamiltons vielleicht letztes Aufbäumen. "Monochrome" ist die kränkelnde Erinnerung an die eigene Stärke aus den Zeiten von "Meantime" und "Betty". So bleibt er ein tragischer Held der Vergangenheit. Hamilton scheitert: an dem, was er sich als Messlatte aufgestellt hat. Und viel schlimmer: an sich selbst. Helmet fühlt sich mittlerweile wie ein Ego-Projekt an, nicht wie eine Band. Fischburger haben auch nichts mit Fisch zu tun. Nach "Size Matters" war Stühlerücken angesagt. Und unter neuer Besatzung und altem Steuermann zeigt man den Willen, zu knackigeren Breaks und strafferen Gitarren zurückzukehren. Nur klappt es nicht. Es gibt sie ja, die Lichtblicke: "Gone", die halbwegs geglückte Portierung von "Unsung" ins Jetzt. Oder "Brand New", einen kleinen klumpen Hass. Daneben aber steht zu viel Kram wie "Almost Out Of Sight", "Bury Me", der Titelsong. Bezeichnend, dass selbst das Material aus Ghandi-Zeiten, Hamiltons Projekt während der Ruhezeit von Helmet, aufs Album gefunden hat. Und verschlimmert wurde. Was mal metallen und melodisch klang, zieht sich scheppernd und uninspiriert aus den Boxen. Beißen? Wenn überhaupt bellen Helmet noch. Wem es hilft: "Monochrome" ist einen Ticken besser als "Size Matters" – die Wiederauferstehung ist es nicht. Es ähnelt der Aufbahrung zum letzten Geleit.

Bewertung: 4/12
Leserbewertung: 6.5/12

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