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04.04.2022 | 10:20 0 Autor: Dennis Drögemüller RSS Feed

Grammy Awards 2022 würdigen Taylor Hawkins, sparen Joey Jordison aus

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Foto: Courtesy of the Recording Academy® / Getty Images © 2020

Bei der Verleihung der Grammy Awards ist der jüngst verstorbene Foo-Fighters-Schlagzeuger Taylor Hawkins mit einem besonderen Tribut geehrt worden. Den schon im vergangenen Jahr gestorbenen Ex-Slipknot-Drummer Joey Jordison dagegen übergingen die Veranstalter.

Die diesjährigen Grammy Awards in Las Vegas waren für Rockfans von vornherein geprägt durch den tragischen Verlust von Foo Fighters-Schlagzeuger Taylor Hawkins: Eigentlich hätte die Band bei der Verleihungszeremonie am Sonntag, den 3. April auftreten sollen, hatte nach den traurigen Ereignissen der zurückliegenden Tage ihren Auftritt aber wie auch sämtliche andere Shows abgesagt. "An diesem Punkt der Show hätte ich eigentlich die Foo Fighters ansagen sollen", erklärte Moderator Trevor Noah und leitete dann über zu einem vorab bereits angekündigten und vom Foo-Fighters-Song "My Hero" unterlegten Tribut, der Momente aus der Karriere von Hawkins zeigte. Zuvor war bereits Popstar Billie Eilish in einem T-Shirt aufgetreten, das das Antlitz von Hawkins zeigte.

Der Hawkins-Zusammenschnitt war die Einleitung zum klassischen "In Memoriam"-Teil der Preisverleihung, der die in den vergangenen zwölf Monaten verstorbenen Persönlichkeiten der Musikwelt ehrt. Leider setzte dieser die unrühmliche Tradition der Grammys fort, wichtige Protagonisten der alternativen Musikszene auszulassen: Der bereits am 26. Juli 2021 verstorbene Ex-Slipknot-Schlagzeuger Joey Jordison tauchte ebenso wenig auf wie Ex-Turbonegro-Sänger Hank von Hell und Jon Zazula, der mit seinem Label Megaforce die Karriere von Bands wie Metallica, Anthrax oder Overkill mit angestoßen hatte. Alle drei waren aber auf der Webseite der Grammys unter "In Memoriam" gelistet worden. Charlie Watts (Rolling Stones), Mark Lanegan, Dusty Hill (ZZ Top) und Meat Loaf wurden dagegen auch während der TV-Ausstrahlung bedacht.

Trophäen gewannen in den Rock-Kategorien ausgerechnet die Foo Fighters im größeren Stil: "Best Rock Album" (für "Medicine At Midnight"), "Best Rock Song" (für "Waiting On A War") und "Best Rock Performance" (für "Making A Fire") gingen an die Band um Dave Grohl. Ansonsten gehörten nur noch Dream Theater ("Best Metal Performance") zu den für Rockfans interessanteren Gewinner:innen; den Preis für "Best Alternative Music Album" nahm St. Vincent für "Daddy's Home" mit nach Hause.

Ein besonderer Moment der Show kam, als der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit einer voraufgezeichneten Videonachricht John Legend und dessen Solidaritätssong "Free" ankündigte. "Unterstützt uns in jeder Weise. Jeder - außer Schweigen", sagte Selenskyj, nachdem er zuvor knapp, aber eindringlich die Schrecken des Krieges in der Ukraine geschildert hatte.

Die 64. Grammy Awards hätten eigentlich bereits im Januar stattfinden sollen, waren aber wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben worden.

Tweet: Trever Noah würdigt Taylor Hawkins (Grammys 2022)

Tweet: Montage zu Ehren von Taylor Hawkins (Grammys 2022)

Tweet: Wolodymyr Selenskyjs Videobotschaft bei den Grammys 2022

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