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18.01.2017 | 16:12 0 Autor: Gerrit Köppl RSS Feed

Billy-Talent-Schlagzeuger Aaron Solowoniuk gibt Update zu seinem Gesundheitszustand

News 26120

Foto: Bowman

Vor genau einem Jahr wandte sich Billy-Talent-Drummer Aaron Solowoniuk mit einer emotionalen Videobotschaft an seine Fans. Die Nervenkrankheit Multiple Sklerose (MS) hinderte ihn zum ersten Mal in der Bandgeschichte daran, Schlagzeug zu spielen. In VISIONS 287 erzählt er nun, wie es ihm heute geht - und wie seine Band den Kampf gegen MS zuletzt unterstützt hat.

Als Billy Talent an den Aufnahmen für ihr aktuelles Album "Afraid Of Heights" arbeiteten, stieß Solowoniuk an seine Grenze. "Mein Körper sagte einfach 'Stop!'. Ich hätte auf keinen Fall weiterspielen können." Solowoniuk lebt seit knapp 20 Jahren mit der Diagnose Multiple Sklerose, einer Nervenkrankheit, die sich bei ihm unter anderem in Form von Schmerzen in den Beinen und extremer körperlicher Erschöpfung äußert. "Es war einfach an der Zeit, mich vollständig auf meine Gesundheit zu konzentrieren."

Im Interview in VISIONS 287 versichert Solowoniuk, dass es ihm inzwischen viel besser ginge. "Erst hatte ich die Medikamente gewechselt, mich dann aber noch schlechter gefühlt und beschlossen, eine ganzheitliche Herangehensweise auszuprobieren. Ich habe meine Ernährung und meinen Trainingsplan angepasst und fühle mich jetzt ungleich stärker." Er würde zwar niemandem empfehlen, auf Medikamente zu verzichten. "Aber im Moment funktioniert das bei mir gut."

Solowoniuk ist weiterhin festes Mitglied von Billy Talent, auf "Afraid Of Heights" und den anschließenden Touren sprang Alexisonfire-Drummer Jordan Hastings für ihn ein. Mit Hilfe der Organisation Plus1 spendeten Billy Talent jeweils einen Euro jedes verkauften Tickets an F.U.MS (Fuck U, Multiple Sclerosis), einem von Solowoniuk ins Leben gerufenen Projekt, das seit über zehn Jahren unter dem Motto "Turning Anger Into Hope" an MS erkrankte Kinder und Jugendliche unterstützt. Damit organisiert er jedes Jahr das "MS Camp For Kids", bei dem junge MS-Erkrankte zusammenkommen und sich austauschen können. "Es ist wunderbar zu sehen, wie ungezwungen sie miteinander umgehen können, weil alle mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben", erzählt Solowoniuk begeistert. Sein Projekt hat mit F.U.MS NRW inzwischen auch einen deutschen Ableger. Beide Organisationen arbeiten ehrenamtlich und finanzieren sich aus Spendengeldern.

Mehr über seinen Umgang mit MS, das Engagement von F.U.MS und Tipps, wie man Menschen mit MS helfen kann, lest ihr in VISIONS 287 - ab dem 25. Januar am Kiosk.

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