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18.06.2016 | 15:04 3 Autor: Dennis Drögemüller RSS Feed

Rock am Ring: 1.300 Fans fordern Geld zurück, Veranstalter will bis Ende Juni reagieren

News 25140Bekommen Besucher von Rock am Ring wegen der unwetterbedingten Absage von zahlreichen Konzerten einen Teil ihres Eintrittsgeldes zurück? Veranstalter Marek Lieberberg hat in der Frage nun reagiert: Man prüfe die Forderungen, bis Ende Juni soll es eine "faire Lösung" für die Fans geben.

Nach den schweren Unwettern mit 71 Verletzten beim diesjährigen Rock am Ring, wegen denen das Festival mehrfach unterbrochen und am Samstagabend schließlich vorzeitig abgebrochen worden war, waren zahlreiche Fans verärgert gewesen.

Nachdem die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz erklärt hatte, nach ihrer Einschätzung hätten Besucher wegen der gestrichenen Konzerte Anspruch auf eine anteilige Erstattung des Ticketpreises, hatten zahlreiche Fans - teils mit juristischer Unterstützung - Rückforderungen an den Veranstalter, die Marek Lieberberg Konzertagentur (MLK), gerichtet.

Marek Lieberberg hatte noch im Zuge des Abbruchs Erstattungen ausgeschlossen und seitdem bis auf ein Statement, in dem er eine "faire Lösung" ankündigte, zu den Forderungen geschwiegen.

Nun sagte er der Deutschen Presse-Agentur (dpa) gegenüber, man beschäftige sich momentan mit den Ansprüchen. "Die Anliegen der Fans werden mit unserer Schadensversicherung in den nächsten ein, zwei Wochen geprüft", so Lieberberg. ""Wir streben eine faire Lösung an und benötigen hierfür die erforderliche Zeit."

Demnach hätten 1.300 der 92.500 Besucher des Festivals bisher Ansprüche gegenüber MLK geltend gemacht. Ob und wieviel Geld sie zurückerhalten, soll bis zum Monatsende klar sein.

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Kommentare (3)

Avatar von StillNo1 StillNo1 18.06.2016 | 18:44

Würde mich bei dem Hr. Liebermann nicht wundern, wenn es keinen Cent zurückgibt - der Mann kriegt den Hals ja nicht voll genug....

Avatar von Oliver Scholl Oliver Scholl 19.06.2016 | 10:16

Genau - deshalb veranstaltet er auch Rock am Ring, obwohl er schon am Nürburgring und jetzt auch in Mendig keinen Gewinn mehr gemacht hat und sogar noch einiges drauflegen musste. Er ist noch nicht einmal mehr in seinem Familienunternehmen involviert und nur noch für Rock am Ring/Rock im Park verantwortlich, weil sein Herz daran hängt.
Das Festival ist schon lange ein reines Prestigeprojekt, mit dem er früher (als es ihn noch jucken musste) natürlich auch Bands an sich binden konnte. Mich erinnert dieses "der Jude kriegt den Hals nicht voll" Gerede leider an ein sehr dunkles Kapitel in der deutschen Geschichte, das sich leider zu wiederholen droht.

Avatar von DANNYDEVITO DANNYDEVITO 19.06.2016 | 16:57

Wenn es ein "reines Prestigeobjekt" wäre, dann müsste Hr. Lieberberg wohl kaum eine "faire Lösung" ankündigen, sondern hätte den Fans schon im Vorfeld eine mögliche Erstattung zugesichert und sich nicht in Schweigen gehüllt. Da benötigen die Fans erst juristische Unterstützung, bis ein Konzertveranstalter ins Nachdenken kommt. Und das hat doch wohl nichts mit dunkler deutscher Geschichte zu tun, sondern schlicht und einfach mit einer selbstverständlichen Entschädigung gegenüber treuen und ehrlichen Musikfans, die eh schon einen Haufen Geld für eine derartige Veranstaltung hinlegen und wettertechnisch sicherlich einiges gewohnt sind. Allein sein Zweifel am Abbruch der Veranstaltung, was nach 71 Verletzten überhaupt keiner Diskussion bedarf, ist eine absolute Frechheit! Also lieber Herr Scholl, ich glaube, Ihr Mitleid ist hier fehl am Platz!

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