Enter Shikari - A Flash Flood Of Colour
- VÖ: 13.01.2012
- Label: Ambush Reality/PIAS/Rough Trade
- Erschienen in: VISIONS Nr. 226
Kommentare (7)
rockhannes 09.01.2012 | 18:08
Hmm, aber nicht ganz untypisch für visions.de.
Finde eh, das visions.de journalistisch unheimlich nachgelassen hat.
Freut mich das das Album Platte der Woche ist, nachdem das letzte im vier Ohren Test war, aber der Titelfehler ist einfach nur panne.
Hab das Album heute bekommen und ich kann diesen 4 Ohren Test gar nicht zustimmen, das Album wächst mit jeden mal hören, die Vergleiche mit Taking back sunday und The Prodigy sind an den Haaren herbeigezogen, als hätte ein Praktikant die schlechte Bewertung geschrieben. Wenn die Visions Redaktion die Band nicht mag, dann schreibt das doch auch so, punkt aus, so wars doch auch mir der letzten Sounds CD und auch mit dem Vorgänger Album von Enter Shikari.
Das Album ist richtig gut, zugänglicher als die zwei davor, das fängt mit dem Intro an und hört mit Constellations auf, ein absolutes Brett an vielfältigkeit, gutelaune, rock und beats.
Das Album hat übrigens massig gute Bewertungen eingefahren:
http://en.wikipedia.org/wiki/A_Flash_Flood_of_Colour
Dass sich Enter Shikari gar nicht Ernst nehmen, kann ich mir nicht vorstellen. Die britische Lebensart hat nun mal immer was mit "Augenzwinkern" und Ironie. Aber ein solch politisch engagiertes Album, mit solch einem innovativen Sound-Gewand hat schon lang keine Band mehr auf die Beine gestellt. Ein bisschen Selbstironie tut eigentlich jedem gut. Bei den Briten ist das Land halt ganz schön im argen, deshalb sollte man hier schon eher mal auf die politischen Statements hören.
Erwachsen waren Enter Shikari außerdem schon längst mit ihrem letzten Album. Das hier jetzt ist da ja schon fast wieder so partyaffin wie der Erstling.
Ist wirklich ein super Album.
Nach den ersten 3 Liedern is' eh alles klar! Super! Und danke für Constellations!
Nach drei Wochen auf heavy rotation ist es nicht nur immer besser geworden, sondern auch kein Stück langweilig. Die Texte sind allesamt griffig, politisch, intelligent und durchsetzt mit einer grundehrlichen Portion Rebellion gegen ein veraltetes Gesellschaftssystem. Damit kann man auch etwas anfangen, ohne dem Zeitgeist Movement hinterher zu laufen. Der Sound ist einfach nur vielfältig, an den richtigen Stellen richtig dick und trotzdem extrem konsistent. Ohne 'A Flash Flood of Colour' damit vergleichen zu wollen oder überhaupt zu können spielt dieses Album in meinen Augen in der gleichen Kategorie, wie 'Toxicity' am Anfang des letzten Jahrzehnts (von einer Band übrigens, die es mit der Ernsthaftigkeit auch nicht so genau genommen hat). Es ist frisch und wird es auch lange bleiben.
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