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The Roots How I Got Over

VÖ: 02.07.2010 | Label: Def Jam/Universal
Text: Daniel Gerhardt
9 / 12

Conor Oberst, Jim James und Joanna Newsom auf einer HipHop-Platte: Nur bei The Roots kann so eine Personalabteilung zur Nebensache werden.

Die eigentliche Geschichte dieser Band nämlich schreibt sich seit acht Jahren und vier Alben von selbst: Nachdem sie ihre Prog-Rap-Ambitionen mit “Phrenology” ausgereizt hatten, sind The Roots Stück für Stück und Platte für Platte kleiner geworden, haben sich sozusagen gesund geschrumpft, um nun beim aufgeräumtesten, abgeklärtesten Album ihrer Karriere anzukommen. “How I Got Over” kennt keine Aufregung, aber viele gute Leute: The Roots geben seit anderthalb Jahren die Helmut-Zerlett-Band in der Late-Night-Show von Jimmy Fallon, haben dabei fleißig Gäste-Telefonnummern gesammelt und für ihr neuntes Album eine Mannschaft zusammengetrommelt, mit der sie erstmals seit ihrer 2002er Hitsingle “The Seed 2.0” auch für Rock-Only-Leute wieder interessant werden. Dabei drängeln sich weder das Monsters Of Folk-Update “Dear God 2.0” noch der schleichende Harfenbeat aus “Right On” in die erste Startreihe von “How I Got Over” – die Gäste hier wurden entweder zur Zurückhaltung erzogen oder einfach besonders gut in den 90er-Jahre-Eastcoast-Sound der Platte eingefügt, die kurze Wege zu ergebnisorientierten Hooklines sucht und wie immer vom Schlagzeug des Banddirektors ?uestlove getrieben wird, der mittlerweile einen sturen Stil entwickelt hat, den man für Krautrock halten könnte, wenn er nicht so fest draufhauen würde. In solchen Details und einigen wutentbrannten Strophen von Vorsprecher Black Thought zeigt sich auf “How I Got Over” der alte Roots-Biss. Bleiben wird diesmal aber vor allem die Erkenntnis, wie spannend HipHop sein kann, wenn er mit sich selbst im Reinen ist.

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