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    That Very Time I Saw
    Observing Life Through Rose Colored Glass

    VÖ: 19.03.2001 | Label: Redfield/Cargo
    8 / 12

    Endlich mal wieder eine Band, die nicht im Wust von einschläfernden deutschen Emo-Veröffentlichungen untergehen wird.

    Es ist schon lustig. Noch vor ein paar Jahren klang jede zweite Hardcore-Combo in Deutschland entweder nach Snapcase, Earth Crisis oder Abhinanda. Doch das ist lange her. Heute wird flächendeckend geheult. Unzählige junge Herren schicken sich an, ihre früher geheim gehaltene Vorliebe für Schmalzrock in Bands zu verwirklichen, die meist noch langweiliger sind als ihre Vorbilder. Und dann hängen sie sich auch noch stolz die „Emo-Core“-Plakette an die Hühnerbrust. That Very Time I Saw sind anders. Gottlob. Diese ziemlich junge Band hat sicher noch einen weiten Weg vor sich, aber sie haben das Wichtigste verinnerlicht: Gitarren sind dazu da, um Krach zu machen. Genau das hebt die Jungs angenehm von anderen deutschen Bands in diesen Bereich ab. Denn hier erinnert die Gitarrenarbeit eher an die frühen Shift, manchmal sogar an Disembodied – zum Glück jedenfalls nicht an Langweiler wie U2 oder Mineral. Natürlich wird auch hier wieder gelitten, was die Tränendrüse hergibt. Männer, so viel steht fest, können seine Gefühle eben doch manchmal zeigen. Aber wenn das wie in diesem Fall mit ordentlich Eiern in der Hose geschieht, gibt es auch nicht wirklich viel zu meckern.

    weitere Platten

    The Grand Theft

    VÖ: 09.12.2002