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Oneida Secret Wars

VÖ: 26.01.2004 | Label: Rough Trade/Zomba
Text: Jan Schwarzkamp
6 / 12
Oneida - Secret Wars

Oh nein, Oneida! Wer Sinn für Kurioses oder Nerven wie Drahtseile hat, der kann sich der schrägen Scheiße dieser Terrortruppe aussetzen. Verquerer Krachrock für Mutige.

Zugegeben, dieses Brooklyner Gespann hat schon wildere Platten aufgenommen. Man erinnere sich an das 2002er Doppelalbum “Each One Teach One”. CD 1 empfing einen mit zwei viertelstündigen Stücken, die nichts als sich ständig wiederholende Drone-Riffs offenbarten. Arrrgh! Das ist nicht nur starker Tobak, das kann man sich auch nicht wirklich anhören, wenn man noch bei Trost ist. Selbiges gilt auch für die kürzlich erschienene “Atheists, Reconsider”-Split-EP mit den geisteskranken Liars. Auf “Secret Wars”, ihrem immerhin sechsten Album, geloben Oneida nun wieder ein wenig Besserung. Aber wirklich nur ein wenig, denn auch “The Winter Shaker” ist unerträglich repetitiv. Und das abschließende, wieder mal 14 Minuten lange “Changes In The City” erfreut dann gerade mal die Hörer-Randgruppe, die sich auch bei den Instrumental-Epen von Neu! wohl fühlt. Ansonsten werden hier mit Orgel, Bass, Gitarre und Schlagzeug acht Songs zusammengeschraubt, die zwar irgendwie an klassischen Rock gemahnen, aber mit Verschrobenheiten und Vertracktheit derart vermöbelt werden, dass die Songs sich kaum trauen, noch welche zu sein. Wem das soweit interessant erscheint, der sollte sich trotzdem vielleicht lieber das 2000er Werk “Come On Everybody Let’s Rock” zulegen – das rockt straighter und ist schlicht hörbarer.

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