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Oneida Happy New Year

VÖ: 08.09.2006 | Label: Jagjaguwar/Sanctuary
Text: Carsten Schumacher
7 / 12
Oneida - Happy New Year

Oneida ist ein Grower. Als Band. Das hier ist nicht ihr bestes Album, aber ein weiterer Mosaikstein eines faszinierend experimentellen Indierock-Gebildes.

Brooklyn, deine Blüten. Die Liars machen ja mittlerweile Konzeptalben in Berlin, da eröffnen ausgerechnet Oneida ihr neues Album jenseits des Teiches mit mittelalterlich anmutenden Gesängen. Hurra, Kinder, Oneida hängen ein weiteres Bonbon in die Zweige ihres Baumes mit Namen Diskografie. Psychedelisch ist es diesmal, mit Einflüssen der genreprägenden Bands der 60er in USA und UK sowie diverser Krautrockbands. Can, Neu!, frühe Kraftwerk. Ach ja, Oneida haben ihre Ader für die folkigen Anteile innerhalb solcher Kiffermusik entdeckt. Es zirpt zum Glück nur der Synthesizer, aber die Stimme klingt eher nach Bergwelt als Graffitikeller. Und da ist noch was, es kommt durch treibende, mittelkomplexe Rhythmen, knarzig-monotone Gitarrenlicks und schräge Elektronik: eine Nähe zum Sound von Trans Am. Der Track “Up With People” demonstriert das. Und tatsächlich ist neben Experimental-Pianist Emiliy Manzo auch Trans Ams Phil Manley wieder als Gast dabei, den manche zudem noch von den Fucking Champs kennen. Sein Einfluss gefiel der Band offenbar so gut, dass sie ihn nach den Aufnahmen nicht mehr gehen ließen und jetzt unter dem Kampfnamen “Double Rainbow” mit auf Tour schleifen. Wenn ich mir darauf die Nähe eines Track wie “Pointing Fingers” zum letzten Album der Liars ansehe, kann ich den Wahlberlinern nur raten, immer dicht beisammen zu bleiben und jede Einladung zu den nächsten Studioarbeiten von Oneida geflissentlich zu ignorieren.

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