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    Magnolia Electric Co.
    Josephine

    VÖ: 24.07.2009 | Label: Secretly Canadian/Cargo
    Text:
    5 / 12

    Ein rastloser Midwestler mit gehörigem Song-Ausstoß trauert mit 70er-lastigem Country-Rock um seinen Bassisten. Albini hat’s aufgenommen.

    Er höre nicht viel Musik, meinte Jason Molina unlängst gegenüber den amerikanischen Kollegen von Pitchfork, er schreibe mehr Musik als er höre. Und der Mann hinter Magnolia Electric Co., früher Songs:Ohia, würde tatsächlich mit seinem Sound nie unter Hype-Verdacht geraten. Vielmehr wurmten ihn die ständigen Vergleiche mit Neil Young, weshalb er diesmal minimalistischer gedacht habe. Schnell sei es gegangen, das Songwriting, und geprägt worden vom tragischen Tod seines Bassisten Evan Farrell vor zwei Jahren. Unter diesem Einfluss schrieb Molina eine Platte, die eigentlich ein Konzeptalbum über das ständige Verpflanzen seiner selbst werden sollte. Alles wurde in Albinis Studio so live wie möglich eingespielt. 22 Songs kamen raus. Knapp die Hälfte schaffte es aufs Album. Molina teilte alles – ganz Vinyl-Liebhaber – in A- und B-Seite ein. Vom Rest musste er sich trennen, aber das kann Molina nicht so gut. Nichts davon sei Ausschuss, aber er habe ja gerade erst ein Boxset herausgebracht und wolle nicht wie Robert Pollard enden, mit dem es in Sachen Output eh niemand aufnehmen könne. Schade, denn das Ausmisten gehört durchaus zum künstlerischen Prozess dazu. Wäre Molina mit dem Kopf etwas länger dabei geblieben und strenger mit den eigenen Ideen, hätte dies ein wesentlich spannenderes Album werden können.

    weitere Platten

    Faiding Trails

    VÖ: 12.09.2006