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    Edwyn Collins
    Losing Sleep

    VÖ: 17.09.2010 | Label: Heavenly/Cooperative Universal
    Text: Nadine Lischick
    10 / 12

    Nicht bloß Edwyn Collins‘ Geschichte macht Gänsehaut. Sein großartiges neues Album auch.

    Vor fünf Jahren erlitt Collins einen Schlaganfall. Danach konnte der ehemalige Orange-Juice-Sänger nicht mehr sprechen und laufen – vom Gitarrespielen ganz zu schweigen. Auch heute ist sein rechter Arm noch gelähmt. Das hielt Collins aber nicht davon ab, ein neues Album aufzunehmen.

    Und das ist so voll mit unwiderstehlichen Melodien, dass man gar nicht mehr aufhören will, es zu hören. Neben Produzent Sebastian Lewsley, mit dem Collins seit Beginn der 90er zusammenarbeitet, halfen ihm dabei allerhand Freunde: Come Tomorrow, Come Today wird veredelt von einer Gitarrenmelodie, wie sie nur Johnny Marr schreiben kann, auf dem poppigen Do It Again spielen Alex Kapranos und Nick McCarthy von Franz Ferdinand mit, und das postpunkige In Your Eyes schrieb Collins zusammen mit The Drums. Doch nicht nur durch die Kollaborationen glänzt Losing Sleep – es glänzt auch durch Collins‘ Texte. Simpel sind sie; Collins verarbeitet das Erlebte und widmet sich den einfachen Fragen im Leben. Und genau deswegen berührt Losing Sleep so sehr. „I‘m losing sleep/ I‘m losing dignity“, singt er im beschwingten Titeltrack. „Sometimes I‘m up, sometimes I‘m down/ Sometimes I wonder what is my role“, gibt er in What Is My Role zu, einem von zwei Songs, die er zusammen mit Ryan Jarman von The Cribs schrieb. Nur auf dem Papier klingen diese Worte banal. Jede Note und jeder Text von Losing Sleep ist rein, ehrlich und voller Bedeutung. Vor allem in Searching For The Truth, dem ersten Song, den Collins nach seinem Schlaganfall schrieb: „I’m searching for the truth/ Some sweet day we’ll get there in the end.“

    Hiermit ist er angekommen.

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