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Clutch Psychic Warfare

VÖ: 02.10.2015 | Label: Weathermaker/Rough Trade
Text: Dennis Drögemüller
8 / 12
Clutch - Psychic Warfare

Niemand stagniert zwischen trockenem Stoner Rock, lustvollem Augenzwinkern und heißblütigem Südstaaten-Sound so schön wie Clutch.

“Psychic Warfare” ist schon das elfte Studioalbum der Band aus Germantown, Maryland, da ist ein wenig Wiederholung natürlich. Eigentlich ist es sogar ein Glücksfall, dass Clutch sich nach“Earth Rocker” von 2013 erneut an einem pulsierenden, geradlinigen, humorvollen Stoner’n’Roll-Feuerwerk versucht haben: Nach dem Intro folgt der rastlose Überholspur-Rocker “X Ray Visions”, der genauso eine Neuauflage des Vorgänger-Openers darstellt, wie man überhaupt “Psychic Warfare” als eine Rekapitulation der ganzen “Earth Rocker”-Platte sehen kann. Der Song verfügt zudem über eine schräge Geschichte rund um Horoskope und Verfolgungswahn, die nicht nur in ein tolles Southern-Stoner-Solo mündet, sondern auch in eine Bandvorstellung anhand der jeweiligen Sternzeichen. Der Song entlarvt Neil Fallon erneut als genialen Erzähler, der Geschichten von masochistischer Liebe (“Sucker For The Witch”, “Your Love Is Incarceration”), dem Morbiden (“A Quick Death In Texas”, “Decapitation Blues”) oder mythischen Monstern (“Behold The Colossus”) gleichermaßen cool rüberbringt. Das Tempo schwankt, im Großen und Ganzen liefern aber alle Songs Variationen von Clutchs bewährtem, mit Lynyrd Skynyrd und Cowbell versetztem Party-Stoner-Rock, der trotz fehlender Überraschungen unverschämt gut unterhält. Nur “Doom Salon” und “Son Of Virginia” fallen aus der Reihe, ersterer als nächtliche Western-Melancholie mit Twang-Gitarre, letzterer als siebenminütiger cooler Groover, der am Ende in schweres Riffing eskaliert. So bleibt der einzige Vorwurf an “Psychic Warfare”, dass Clutch genau diese Platte 2013 knapp besser gemacht haben.

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