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0 Autor: Jörg Staude

Iron Maiden - Dance Of Death

Dance Of Death

Auf den ersten Blick ein weiteres Maiden-Album: Metal, Monster und minutenlange Soli. Auf den zweiten ein spontanes Werk, dem nur eins fehlt: ein guter Sound.

Nicht ohne Grund bestand Maidens Set bei den diesjährigen Festival-Auftritten (u.a. 'Rock am Ring') fast nur aus altem Material. Die Quellen: "The Number Of The Beast" (1982) und "Piece Of Mind" (1983), zwei Alben, die nicht nur für Maiden so etwas wie eine Schablone darstellten. 20 Jahre später versucht das damalige Line-Up (immer noch um den zeitweiligen Adrian Smith-Ersatz Janick Gers verstärkt), den Konstrukt-Charakter des Vorgängers "Brave New World" (2000) zu verdrängen. "One, two, three, four" – wann wurde schon mal so ein Maiden-Album so eingezählt? Spontan soll es klingen. Tut es auch, musikalisch zumindest. Leider nimmt der doch etwas dürftige, zeitweilig dünne Sound von Kevin Shirley Highlights wie "Montségur" oder "Face In The Sand" den nötigen Druck, der die oben erwähnten Scheiben auszeichnete. Sonst ist alles wie beim Alten: Vorreiter Dickinson weiß, wie er seine Equipe über die Prärie zu führen hat. Eine eingespielte Truppe, die sich über weite Strecken wiederholt, aber trotzdem nicht gänzlich zu einem Plagiat ihrer selbst verkommt. Für jemanden, der diese Band jetzt erst entdeckt, muss das Ganze aufregend klingen. Für den Rest ist dies ein besseres Maiden-Werk, für das man sich nicht schämen muss. 70 Minuten Nostalgie pur.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 8.0/12

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