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0 Autor: Jan Schwarzkamp

Less Than Jake - Anthem

Anthem

Es gibt nicht viel Neues im Pezcore-Universum – aber hat das jemand erwartet? Nein, und das macht auch nix.

Man kann Less Than Jake bestimmt einiges vorwerfen. Zum Beispiel, dass es schon viel zu viele Ska-Punk-Bands gibt, die in regelmäßiger Regelmäßigkeit Alben rauskloppen. Oder aber, dass sich die Gainesville-Gang auch auf ihrem neunten (!) Album nicht neu erfindet. Doch wer die Anhänger gutgelaunten Melody-Punks mit Uffta-Uffta-Beats und knackigen Bläsern kennt, der weiß: Die wollen gar nichts anderes! Deshalb werden die 14 Stücke auf "Anthem" wohl auch niemanden wirklich enttäuschen. Dass es sich bei den Fünfen um feine Musiker handelt, weiß man, und deshalb loten Less Than Jake auch alle Ecken des (leider ziemlich eng gesteckten) Genrespektrums aus. Mit dem zweiten Stück "Ghosts Of You & Me" gibt es Pop-Punk, der derart auffällig nach The Stereo klingt, dass das einfach kein Zufall sein kann. Ist auch keiner, schließlich veröffentlichen The Stereo ja seit Jahr und Tag auf ‚Fueled By Ramen’, dem Label von LTJ-Drummer Vinnie. Und auch wenn sich die Ska- und Bläser-Momente immer mehr im Hintergrund halten, so ist mit "The Science Of Selling Yourself Short" natürlich auch eine klassische 2-Tone-Tanznummer am Start. Beim darauffolgenden "Short Fuse Burning" darf dann auch mal wieder die Metal-Leidenschaft zitiert werden. Die erste Single "She’s Gonna Break Soon" folgt erst an zehnter Stelle und hat nicht viel mehr als einen eingängigen Refrain zu bieten – aber das reicht ja schon. Mit "The Brightest Bulb Has Burned Out" ist auch noch ein Stück dabei, das mal richtig ruhig beginnt, bloß um letztendlich dicke loszurocken. Und den Abschluss läutet man dann mit dem schönen Cheap-Trick-Cover "Surrender" ein. Was sollte sich der Fan da also beklagen?

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 10.0/12

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