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The Kingsbury Manx - Let You Down

Let You Down

Auch das zweite Album der Amerikaner klingt wie eine musikalische Kooperation zwischen Yo La Tengo und Belle & Sebastian.

Das selbstbetitelte Debüt von Kingsbury Manx wurde in den USA weitestgehend ignoriert, in Großbritannien dagegen in den Himmel gelobt. Und auch dieses Album befindet sich irgendwo dazwischen, hält sich beim ersten Hören bedächtig im Hintergrund. Man muss sich schon auf die düstere, melancholische Stimmung einlassen, um die ganze Schönheit der Komposition zu erkennen. Die bewusst gesetzten Akzente, die der Musik den leichteren Eindruck verleihen, erschließen sich erst nach und nach. "Porchlight" beispielsweise, ein Song, der an sich monoton und melancholisch ist, bekommt durch die hohen Klaviertöne eine hoffnungsvollere Klangfarbe. Nach demselben Prinzip funktioniert "Rustic Stairs", das durch bedacht eingesetzte Gitarren-Effekte seine Schwere verliert. Stücke wie "Sleeping On The Ground" verzichten ganz auf komplexe Kompositionen und bestechen durch das Zusammenspiel lediglich zweier Gitarren. In seiner Gesamtheit ein homogenes Album, das es schafft, den schwierigen Spagat zwischen Melancholie und Euphorie gekonnt aufs Parkett zu legen.

Bewertung: 8/12

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