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0 Autor: Alex Brandt

Aphex Twin - drukqs

drukqs

Weniger Konfusion, mehr Atmosphäre: Aphex Twin präsentiert sich eine Spur besinnlicher, ohne dabei an Biss zu verlieren.

Das erste Aphex-Twin-Album seit fünf Jahren: zwei CDs mit je 15 Tracks, gut 100 Minuten Spielzeit. Der Mann war also nicht untätig seit dem Release vom "Richard D. James", selbst wenn es zwischenzeitlich hieß, er wolle sich endgültig von der Musik verabschieden. Geglaubt hat man das ohnehin nicht, und falls doch, darf man sich nun um so mehr über "Drukqs" freuen. Musikalisch nimmt James hier wieder den Faden auf, mit dem er bereits die letzte Platte gesponnen hat, und lässt das Gepolter der zwischenzeitlich erschienenen EPs "Come To Daddy" und "Windowlicker" weitgehend außen vor. Auch der kalt-metallische Sound der "Ventolin"-Ära gehört offenbar der Vergangenheit an, treu geblieben ist Aphex Twin derweil seiner Vorliebe für kryptische Songtitel und seinem generellen Musikverständnis. Denn selbst wenn man es hier oftmals mit überraschend weichen Ambient-Sounds zu tun hat, bleibt die Handschrift des Warp-Pioniers doch unverkennbar. So lässt er auch hier bei einer ganzen Reihe von Tracks seinem außer Kontrolle geratenen Drumcomputer freien Lauf, mindestens ebenso bestimmend sind auf "Drukqs" aber eben die leiseren Töne. Dass er dabei auf beiden Gebieten gleichermaßen virtuos agiert, zeigen Tracks wie "Omgyjya-Switch" (Lieblingssong!), "Bbydhyorchord", "Qkthr" oder "54 Cymrv Beats". Fans des Richard D. James werden insofern wohl auch hier mal wieder von einem Meilenstein reden.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 12.0/12

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