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0 Autor: Andreas Kohl

Nebula - Let It Burn

Let It Burn

Das Label ‘Relapse’ ist ja normalerweise eher als Psychopathenherberge für unglaubliche Lärmterroristen jenseits aller normalen Wahrnehmungsmuster wie Flesh Parade oder als Besserungsanstalt durchgeknallter Drogenjünger im Sphärenwahn der Bauart Namanax oder Tribes Of Neurot bekannt. Doch irgendwann entdeckt wohl jeder sein Herz für fetten Rock und kramt sein eingestaubtes „Vol. 4"-Album aus der Verbannung. Hier ist es also: das Contra der ehemaligen Fu Manchu-Mitstreiter Ruben Romano und Eddie Glass. Doch damit nicht genug des Namedroppings: In der Nebula-Urbesetzung befand sich kurzfristig Ex-Kyote Scott Reeder, aufgenommen wurde größtenteils in den Rancho-de-la-Luna-Studios, und als Engineer war Earthlings?-Kopf und Studioeigner Fred Drake tätig. Obwohl nicht ganz klar wird, warum sich Glass und Romano von ihrem ehemaligen Brötchengeber abnabeln wollten, ist doch eines sicher: Wenn hier tatsächlich ein Karawanenrennen zwischen Mutterschiff und verlorenem Sohn stattfindet, geht der erste Stich an Nebula. Ein Gramm rotziger und grooviger präsentiert sich „Let It Burn" als Schmankerl für Stoner-Rock-Devotees und Wüstenkiffmäuse. Romano experimentiert in „Raga In The Bloodshot Pyramid" mit Sitar-Klängen, Eddies Organ läßt sich nur schwer von dem Scott Hills unterscheiden, und der Titeltrack könnte es ebensogut auf Fu Manchus „In Search Of..." geschafft haben. Trotzdem wirkt „Let It Burn" um einiges kompakter und kompromißloser als das letzte Fu Manchu-Werk „The Action Is Go", was nicht zuletzt auch an der etwas sumpfigeren Produktion liegt. Mit ihrem Debüt riskieren Nebula also keine Böcke in der nächsten Runde. Wie die vorläufige Rache des bösen Dr. Fu Man Chu aussieht, kann man wiederum auf unserer aktuellen „The New, The Classic & The Unexplored"-CD nachhören...

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