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0 Autor: Christian Steinbrink

Mando Diao - Primal Call Vol. 2 (EP)

Primal Call Vol. 2 (EP)

Drei Ecken, ein Elfer: Mando Diao sind beim zweiten Teil ihrer EP-Trilogie angelangt und scheren sich darauf um nicht viel mehr als den öligen Duft von Garagen.

Belle And Sebastian und Sbtrkt haben es vorgemacht, Me Rex und Weezer stecken mittendrin. Also haben sich auch die nimmermüden Mando Diao entschlossen, eine Reihe von EPs zu veröffentlichen und am Ende in ein Album münden zu lassen. "Stop The Train, Vol. 1" erschien bereits im Juli, der dritte und letzte Teil ist fürs erste Quartal 2023 angekündigt. "Primal Call Vol. 2" ist nun offensichtlich als Zwischenschritt zu verstehen, schließlich findet sich unter den nur drei Songs kein durchproduzierter Hit wie "Frustration" vom ersten Teil. Stattdessen gibt sich die Band um Björn Dixgård ganz ihrer Lust auf räudigen Rock'n'Roll aus der Garage hin. Es scheppert innerhalb von gerade mal sieben Minuten gewaltig, auch wenn Mando Diao die Wucht ihrer Gitarreneffekte nur sparsam und pointiert einsetzen. Fast wirken die Songs, als wären die Schweden auf die Idee gekommen, den beseelten Garage Rock eines Jack White nachzuahmen. Ganz sicher haben sie sich die Freiheit genommen, ihrer bewährten Hit-Maschinerie eine Auszeit zu gönnen, und stattdessen freizügig losgerockt. Welche Art von Album am Ende bei der von ihnen gewählten Veröffentlichungsmasche herauskommt, lässt sich jetzt natürlich noch nicht sagen – auch nicht, was für ein Sinn eigentlich hinter dem Tamtam mit den EPs steckt. Aber wir werden es noch erfahren.

Bewertung: 6/12

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