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0 Autor: Ulf Imwiehe

Jack Endino - Set Myself On Fire

Set Myself On Fire

Bruce Lee wusste: Wahre Härte liegt im Geist und in den Händen gleichermaßen.

Die Wucht, die Jack Endino aus seiner Gitarre drischt, verdankt sich weniger einem beeindruckenden Geräte-Park als vielmehr dem ganz speziellen Anschlag, der Black Sabbathund Tom Petty zusammenführt, vor allem aber dem Gespür für die jeweilige Wirkung unterschiedlicher Tunings – eine Disziplin, in der diesem menschlichen Stimmgerät wohl niemand etwas vormacht. Sein drittes Soloalbum, das erste seit 15 Jahren, zeigt die Produzentenlegende aus Seattle mit unter anderem Nirvana- und Soundgarden-Fame von einer so robusten wie zirpenden Seite. Schon Kurt Cobain lernte von Endino, dass ein guter Pop-Song einfach ein guter Pop-Song ist, auch wenn die Hooks in tonnenschwere Gitarren eingegossen sind. Vor allem der Hit des Albums, "Shadow World", mit Chris Johnsen von Zeke als Gastgitarrist, ebnet so ziemlich alles ein, was sich Hymne schimpft. Neben Johnsen, der auf fünf der 14 Songs (plus CD-Bonustrack) zu hören ist, liest sich die Gästeliste wie ein Who-is-who der Rustikalmusikszene: Alex Sibbald (The Accüsed) und Rob Skinner (Coffin Break) spendieren ein paar Bassparts, Barrett Martin (Screaming Trees, Skin Yard) kloppt die Drums kaputt, Dave Matthews von The Black Clouds singt den Titelsong, und die festen Bandmitglieder, Schlagzeuger Johnny Graziadei und Bassist Sam MacDonald, sind mittlerweile selbst dem Rock-Adel angehörig. Große Namen auf einem großen Album voller Lieblingssongs.

Bewertung: 10/12

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