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0 Autor: Jakob Uhlig

Pg.Lost - Oscillate

Oscillate

Der Release-Zyklus von Pg.lost geht mittlerweile etwas schleppender voran. Oscillate knüpft trotzdem nahtlos dort an, wo Versus vor vier Jahren endete.

Ermüdend wird die neue Platte des Quartetts aus Schweden deswegen aber zum Glück nicht. "Oscillate" demonstriert im Laufe seiner acht Songs mehr als einmal, dass es alle Kernelemente epochalen Post-Rocks präzise verinnerlicht hat. Als besonders gelungenes Beispiel darf "E22" gelten. Der Song ist um eine eindringliche Reihe textloser Gesangslinien herum gebaut, die derart cineastisch verzerrt sind, dass man ihren menschlichen Ursprung nur noch erahnen kann. Es ist aber gerade diese prekäre Balance zwischen Unwirklichem und Realem, zwischen purer Emotion und technischer Raffinesse, die die besten Momente auf "Oscillate" auszeichnet. Entsprechend werden Pg.lost aber auch etwas schwächer, wenn sie sich allzu durchschaubaren Gefühlen nähern. "Eraser" beginnt mit seinem aggressiv wummernden Grundpuls und wenig substanziellen Gitarrenmelodien ein wenig plakativ, wobei sich die finale Klimax schließlich über immer stärker miteinander verworrene Soundschichten ergießt und etwas für den durchsichtigen Beginn des Songs entschädigt. "Oscillate" ist eine Platte mit klaren Highlights, die den Rest in den Schatten stellen. Für Post-Rock-Fans dürfte das neue Album von Pg.lost trotzdem eine Stunde konstant ergiebigen Materials darstellen, da auch die verhalteneren Zwischentöne nie wirklich enttäuschen.

Bewertung: 7/12

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