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0 Autor: Alana Vandekerkhof

Seether - Si Vis Pacem Para Bellum

Si Vis Pacem Para Bellum
  • VÖ: 28.08.2020
  • Label: Fantasy/Spinefarm/Universal
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 330

Drei Jahre nach Veröffentlichung ihres siebten Albums "Poison The Parish" setzen Seether erneut die Post-Grunge-Schablone an und malen wieder einmal alles sauber aus.

Seit nunmehr 20 Jahren spielt die südafrikanische Band Post-Grunge - irgendwo zwischen pseudoaggressivem Radiorock und wieder aufgewärmter Mikrowellen- Musik. Innovationen darf man also auch auf "Si Vis Pacem Para Bellum" (zu Deutsch: Wenn du Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor) nicht erwarten. Zwar haben Seether mit Corey Lowery einen neuen Gitarristen, von frischem Wind ist auf der Platte allerdings nichts zu merken. Tragende Säule ist nach wie vor Sänger Shaun Morgans ausdrucksstarke Stimme, die den einzelnen Songs auf emotionaler Ebene zumindest etwas Leben einhaucht. Dazu gesellen sich härtere Riffs wie in "Dead And Done" oder "Let It Go", die zwar durchaus hörenswert sind, einander aber auch recht ähnlich sind. Das gilt auch für die Songstrukturen, die wie einem Muster folgend zwischen satteren, schnelleren Instrumentals und schmerzerfüllten, langsamen Passagen hin und her wechseln. Die Stücke "Wasteland" und "Liar" scheinen dagegen mit Gewalt in dieses Schema gepresst worden zu sein und plätschern wegen ihrer Vorhersehbarkeit belanglos vor sich hin, obwohl melodisch mehr drin gewesen wäre. Besser wird es in "Can't Go Wrong", in dem Seether ihren härteren Riffs mehr Raum lassen und sie in einem Ohrwurm-Refrain aufgehen lassen. Sie können also auch anders, nur nicht oft genug.

Bewertung: 5/12

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