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0 Autor: Ingo Scheel

Mark Lanegan - Straight Songs Of Sorrow

Straight Songs Of Sorrow
  • VÖ: 08.05.2020
  • Label: Heavenly/Pias/Rough Trade
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 326

Mark Lanegan und der Soundtrack seines Lebens – unterstützt von einer glamourösen Allstar-Riege.

Kaum ein halbes Jahr ist es her, da kündigte der Mann mit der einzigartigen Stimme im Rahmen der Interviews zum Album "Somebody's Knocking" raschen Nachschub an. Der liegt nun zweifach vor. Da ist zum einen Lanegans Autobiografie der Seattle-Jahre, "Sing Backwards And Weep", die jetzt in den USA erscheint, und dieses Album, das sich Song für Song bestimmten Erlebnissen, Orten und Personen des Buches widmet, den Ex-Freundinnen, Weggefährten, Gegenspielern. "Ich hatte mit dem Buch die Büchse der Pandora geöffnet, umso erlösender war es nach all dem Schmerz, sich wieder der Musik zuzuwenden", so Lanegan über die Arbeit an der Platte. Musikalisch erweisen sich die Stücke wie ein Querschnitt durch die Phasen seines Solowerks: "Apples From A Tree" als Verweis auf "Whiskey For The Holy Ghost", "This Game Of Love", ein Duett mit Gattin Shelley Brien, ist dem Teamwork mit Isobel Campbell nicht unähnlich. Das siebenminütige Selbstekel-Epos "Skeleton Key" mit seinen Keyboard-Texturen schlägt einen weiten Bogen von den eingängigen Gesangslinien aus Zeiten der Screaming Trees zum Post-Punk und Synthie-Pop der vorhergehenden Platte. Die Gang der Gastmusiker ist mit Alain Johannes, Warren Ellis, Greg Dulli, Adrian Utley (Portishead), Peter Hooks Sohn Jack Bates und Allzweck-Waffe Ed Harcourt überaus namhaft besetzt, die Dichte des Materials atemberaubend und grandios. File under 'Opus Magnum'.

Bewertung: 10/12

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