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0 Autor: Sascha Krüger

Beck - Song Reader

Song Reader

Cover- als Originalversionen: 20 Musiker intonieren Beck-Songs, die es bislang nur als Noten im gleichnamigen "Song Reader"-Buch gab.

Eine geschmackvolle Idee, mit der Beck seine selbst geäußerte, vorübergehende Schreibblockade herrlich umging. Das Konzept des Projekts, an dem sich bereits über 100 Musiker beteiligten, solle überdies eine Diskussion anstoßen über all die unlizenzierten Song-Adaptionen, die man auf Youtube findet. Die dazu gehörende Homepage songreader.net präsentiert die Noten zu einer Vielzahl von Songs sowie zahlreiche internationale Versionen. Auf den nun veröffentlichten Tonträger schafften es – man will das Ding schließlich auch verkaufen – nur die prominentesten Künstler. Das ist schade. Und doch: Wie sie alle diese Songs mangels einer eingespielten Vorlage zu den ihren machen, ist durchaus hübsch; bemerkenswerter ist aber, dass man den meisten Songs noch immer das melodiöse Gespür ihres Erzeugers anhört. Hervorheben lassen sich – neben einigen sehr verzichtbaren, weil spürbar uninspirierten Coverversionen – einige Songs: Jeff Tweedys "The Wolf Is On The Hill" etwa, ein zauberhaft schleichender Americana-Track; Jack White verbindet in "I'm Down Country" Schifferklavier und leicht kaputten Rock'n'Roll, Laura Marling verdichtet "Sorry" zu einem minimalistischen Akustik-Kleinod, Mark Ribot verpackt "The Last Polka" in cineastischen Jazz-Swing und Jarvis Cocker zermalmt "Eyes To Say I Love You" zu einem herrlich schrägen Theatralik-Biest, das mehr nach Theater als nach Pop klingt. Herausstechend ist am Ende aber vor allem "Heavens Ladder", das Beck selber beisteuert. Was nur zeigt, dass Adaptionen nur selten so gut sein können wie das Original.

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