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Netherlands - Black Gaia

Black Gaia

Netherlands mixen doomige Sludge-Riffs mit Kopfstimme und Synth-Bass. Das ist catchy, irre und ganz schön fett.

2016 erschien ein Album namens "Audobon". Weil das über das Label Season Of Mist in Europa auf den Markt kam, konnte man plötzlich abseits der Bandcamp-Zirkel von der New Yorker Band Netherlands hören. Im gleichen Jahr nimmt die Band ein weiteres Album auf, das sie "Black Gaia" nennt. Doch dann steigt der Schlagzeuger aus und es dauert, bis der neue – Joel Willis – eingespielt und von North Carolina nach Brooklyn gezogen ist. In der Zwischenzeit nimmt Songwriter, Produzent, Sänger und Gitarrist Timo Ellis neue Songs auf, die als "Hope Porn EP" im Februar 2018 erscheinen. Doch es ändert sich noch mehr, weil mit Chelsea Wierbonski alias Thee Chuq eine zweite (Synth-)Bassistin zur Band stößt. Deshalb dauert es, bis "Black Gaia" endlich auf die Welt losgelassen werden kann. Aber jetzt ist es da – und enthält den gleichen Irrsinn wie seine dreieinhalb Vorgänger. Drop-D-Gitarren zimmern mit Synth-Bass und Schlagzeug eine in die Knie zwingende Wall Of Sound. Die Riffs sind entweder rasant oder gnadenlos heavy und mit dem Gesang ergeht sich Ellis meist irgendwie im Pop. Das fängt im Intro-Chor von "Arp Jam ’74" an, während in "Deep Fuck 9" gegrowlt wird. Ansonsten setzt Ellis oft auf eine heliumhafte Kopfstimme, was an Tweak Bird erinnert. Der Titeltrack ist bedächtiger Drone-Ambient und den Abschluss bildet ein Cover der fantastischen Ballade "Can’t Find My Way Home", das die Supergroup Blind Faith um Steve Winwood auf ihrem einzigen Album 1969 veröffentlicht hat. Im September gehen Netherlands mit Mastodon und Dinosaur Jr. auf US-Tour. Da sind sie gut aufgehoben.

Bewertung: 9/12

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