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0 Autor: Gerrit Köppl

Metz - Automat

Automat

Die Noise-Lieblinge Metz veröffentlichen eine Compilation mit B-Seiten, Non-Album-Singles und weiteren Raritäten, die sich lohnt. "Automat" ist Fan-Service und spannende Band-Chronologie zugleich.

Die Idee sei laut Frontmann Alex Edkins entstanden, als die Band herausfand, dass ihre ersten Seven-Inches im Netz für über 50 Euro die Besitzer wechselten, weil sie anders nicht erhältlich waren – oft nicht mal digital oder höchstens in Form von Fan-Uploads. Reine Reissues wären bei der Menge des Materials zu viel gewesen, deshalb gibt es sie nun gebündelt auf CD, digital oder LP. Die Geschichte von Metz, die 2012 mit dem ersten Album auf Sub Pop debütierten, beginnt schon 2009 und 2010 mit der Veröffentlichung von drei Doppel-A-Seiten-Singles beim kanadischen Label We Are Busy. Die sechs Songs bilden chronologisch den Anfang von "Automat"; so heißt auch der letzte erschienene Song vor ihrem Sub-Pop-Signing. Danach folgen weitere Seven-Inch-Releases auf unterschiedlichen Labels, die aber schon vor der Compilation überall erhältlich waren. Die Kollektion ergibt dennoch Sinn: Die Platte zeichnet chronologisch die Entwicklung von Metz nach, vom besonders lärmenden, gar kakophonischen Anfangswerk zu den durchstrukturierten, donnernden Noisepunk-Songs, die zuletzt 2017 das dritte Album "Strange Peace" prägten. Wer diese Raritäten Werkschau wirklich vollständig haben will, muss aber zur LP-Version greifen, die eine Bonus-Single mit drei Coversongs enthält, darunter ein bislang unveröffentlichtes von Gary Numan. Zumindest die Option, sie digital nachzukaufen, wäre erfreulich gewesen – das geht aber nur mit dem Sparklehorse-Cover "Pig".

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