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0 Autor: Andreas Schiffmann

Volbeat - Rewind, Replay, Rebound

Rewind, Replay, Rebound

Auf Volbeats siebtem Album setzt sich Michael Poulsens kreative Verarmung fort, während die Kasse der Band einmal mehr klingeln dürfte.

Man habe die Veröffentlichung neuer Studioaufnahmen nicht mehr nötig, posaunt der Gitarrist und Sänger im Zusammenhang mit "Rewind, Replay, Rebound", wobei man sich als nüchterner Hörer von Herzen wünscht, die Band würde diese „Drohung“ wahrmachen. Ihr Pulver hatte sie spätestens nach ihrer zweiten Platte verschossen, doch „Erfolg gibt Recht“, und deshalb muss der ehrlich von frühen Knallern wie "Caroline Leaving" oder "Fire Song" Begeisterte Volbeats steten Abstieg weiterverfolgen. Der Hauch von Wehmut in Stangenware wie "Die To Live", "Leviathan" oder "Last Day Under The Sun" verhehlt nicht, wie seicht das Quartett mittlerweile klingt. Als wären die vielen unsagbar beliebigen Melodien nicht schlimm genug, begibt sich die Gruppe mit der "Oho"-Hookline von "Maybe I Believe" in die Radioniederungen von Tim Bendzko oder Max Giesinger. In Anbetracht von so wenig kompositorischer Substanz ist die Platte mit 14 Stücken geradezu sträflich lang und weder Saxofon noch Klavier oder Gaststimme Neil Fallon (Clutch) sind mehr als Effekthascherei. So gestelzt wie in "Sorry Sack Of Bones", eine Merkwürdigkeit mit verhalltem Post-Punk-Gitarrensound, könnte nicht einmal die aktuelle Misfits-Inkarnation daherkommen, wenn sie sich an neuen Songs versuchen würde, und wenn in "The Everlasting" stellenweise die Doppelfußmaschine tackert, ist das ungefähr so authentisch Metal wie das sowohl textlich als auch musikalisch vor Plattheiten strotzende "Pelvis On Fire Rockabilly". Passend dazu suggeriert Poulsens Gestotter dann auch Parkinson statt Presley.

Bewertung: 4/12
Leserbewertung: 2.0/12

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