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0 Autor: Monique Schmiedl

Amyl And The Sniffers - Amyl And The Sniffers

Amyl And The Sniffers

Wenn Amyl & The Sniffers spielen, dann geht es um puren Punk.

Die Australier, die ihren Namen von Frontfrau Amyl geerbt haben, rotzen mit ihrem selbstbetitelten Album nach zwei EPs endlich ihr Debüt in die Welt. Ob die Welt es hören will oder nicht, ist den Vieren vermutlich ziemlich egal. So klingt es zumindest. Die Songs poltern durch die Gehörgänge, der schrille Gesang von Amyl schmerzt in den Ganglien und die knapp 27 Minuten Punk Vollbedienung hallen noch Stunden nach – mit einem Gefühl der akustischen Befreiung. Trotzdem: Dass aus diesem Setup das Spannendste wird, was die Südhalbkugel gerade an Punk zu bieten hat, kann ja niemand ahnen. Mit Amyl & The Sniffers erklingt ein elf Songs langes Intermezzo, das die goldenen Regeln des Punks befolgt: Die Songs sind im Schnitt zweieinhalb Minuten lang, die Texte eher so lala und das musikalische Können reicht gerade so, um authentisch zu klingen. "Punisha" ist etwa so ein Song, der direkt aus der Punk-Fibel stammen könnte. Gleiches gilt für "Gacked On Anger". Beide Songs machen ordentlich Tempo, aber beide sind in ein Album eingebettet, das zehn von elf Mal eine Idee von Monotonie aufkommen lässt. Herausstechend ist "Some Mutts (Can’t Be Muzzled)", bei dem mehr als deutlich die australischen Urgroßväter AC/DC durchkommen und zu ausschweifendem hardrockigem Gegniedel einladen. Überhaupt scheint Hardrock eine Hassliebe der Band zu sein. Immer wieder klingt er an, immer wieder wird er spielerisch zerstört. Das ist absurd bis genial und in der Häufigkeit der Anwendung dann doch wieder altbekannt. Dass das Debüt von Amyl und ihrer Gang nicht restlos überzeugen kann, sei verziehen. Da kommt noch mehr. Bestimmt!

Bewertung: 8/12

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