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0 Autor: Matthias Möde

Mini Mansions - Guy Walks Into A Bar

Guy Walks Into A Bar

Ihr drittes Album trägt zwar den Anfang vieler Witze im Titel, feilt aber mit luftiger Ernsthaftigkeit, einer Extra-Prise Pop und Schlagzeuger Jon Theodore am Psychedelic-Sound der Mini Mansions.

An den Grundpfeilern hat sich nicht viel geändert: Zach Dawes, auch bei The Last Shadow Puppets aktiv, spielt Bass; Tyler Parkford, sonst mit den Arctic Monkeys unterwegs, spielt Keyboard sowie Gitarre und Queens-Of-The-Stone-Age-Bassist Michael Shuman ist Frontmann, schreibt Texte, singt und spielt Gitarre und Keyboard. Nur am Schlagzeug hat er sich dieses Mal von seinem QOTSA-Kollegen Jon Theodore vertreten lassen, der auch auf der Vier-Track-EP "Works Every Time" (2018) zu hören ist, mit der sich die Band für ihr drittes Album warm gespielt hatte – allerdings nur in einem Song. Darüber, dass er jetzt durchgehend am Schlagzeug sitzt, kann man froh sein, denn die EP klingt stark von schleppendem 80er-Pop inspiriert. Der taucht auf "Guy Walks Into A Bar..." mit Synthesizern und Handclaps nur in "Time Machine" und "Bad Things (That Make You Feel Good)" auf, letzterer Song klingt sogar nach bester 80er-Disco. Die restlichen rund 38 Minuten und neun Songs sind meist wilder, bunter und poppiger als die EP und als das Vorgängeralbum "The Great Pretenders" (2015). "I’m In Love" macht sogar kurzzeitig auf altes Biffy-Clyro-Gefrickel, versprüht dann aber gute Laune. Dabei sind Shumans Texte von einer zerbrochenen Beziehung geprägt, nachzuhören etwa in "Hey Lover", im Duett mit Alison Mosshart von The Kills. Komplett auf geht der Gegensatz aus textlicher Trauer und musikalischer Spielfreude aber nicht. Vielleicht sollte sich Shuman das nächste Mal auf dem Jahrmarkt inspirieren lassen.

Bewertung: 7/12

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