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0 Autor: Matthias Möde

Big Business - The Beast You Are

The Beast You Are

Die ehemaligen Melvins-Mitglieder bleiben auf ihrem sechsten Album zu zweit und marschieren schräg durch Sludge, Noise, Prog und schelmischen Humor.

2015 hatten Jared Warren (Bass und Gesang) und Coady Willis (Schlagzeug und Gesang) ihr Engagement bei den Melvins beendet und ihr Big Business auf "Command Your Weather" (2016) wieder allein betrieben, nachdem die Gitarristen Toshi Kasai und Scott Martin sie zwischenzeitlich verstärkt hatten. Doch allein zu zweit muss sich das Duo aus Los Angeles nur auf sich selbst einlassen, was ihnen mehr Raum für schräge, humorvolle Ideen lasse, so Willis. Die beginnen seit jeher beim Bandnamen, gehen weiter auf den von Warren entworfenen Albumcovern – dieses Mal eine herrschaftliche Schneeeule, umgeben von einer bunten Schar Kolibris – und erstrecken sich auch in die 13 Songs, die noisigen Bass-Riffs und das schleppend-scheppernde Schlagzeugspiel. Da wäre etwa das psychedelisch verspulte "Time + Heat" oder die hymnischen Gesangsausflüge in "Heal The Weak", das mit eingängigen Riffs und einem sich überschlagenden Rhythmus überzeugt. "Bright Grey" macht es in knapp dreieinhalb Minuten ähnlich und driftet in der letzten Minute mit hallendem, gelooptem Gesang ganz ab, während "The Moor You Know" mit Theatralik und Falsettgesang schräg beginnt. "Under Everest" macht mit Rassel, Synthesizer, Glockenspiel und ohne Krach noch mal alles anders. Mit "People Behave" und "El Pollo" sind mindestens zwei Songs vertreten, die nicht besonders auffallen, sondern nach Sludge Metal im Stil von Torche und damit sehr gelungen klingen. "The Beast You Are" wäre wohl noch stärker, wenn Big Business nur die drei kurzen Zwischenstücke für ihre schrägen Ideen genutzt hätten.

Bewertung: 7/12

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