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0 Autor: Britta Helm

Laura Jane Grace - Bought To Rot

Bought To Rot

Während Against Me! top besetzt auf Eis liegen, veröffentlicht Laura Jane Grace ein Album, auf dem sich Schunkelrock und Schrammelpop zwanglos abwechseln.

Solo ist sowieso alles, was Grace je gemacht hat, das zeigt sich nicht nur in den persönlichen Texten, die sie mal zum Punk ihrer Hauptband und mal allein an der Akustikgitarre herausbrüllt, sondern auch daran, dass sie die Menschen um sich herum gerne austauscht. Nachdem zuletzt Inge Johansson von The (International) Noise Conspiracy bei Against Me! Bass gespielt hat, ist aktuell wieder Andrew Seward dabei, und eigentlich will Grace diese Band auch gerade gar nicht mehr, aber irgendwann soll trotzdem nochmal ein Album kommen. Bis dahin gibt es dieses, mit Atom Willard von Against Me! am Schlagzeug, Marc Jacob Hudson am Bass und einer gewohnt schwungvollen Grace mittendrin. "Bought To Rot" solle mehr nach Mixtape als nach einem Album klingen, erklärt sie und reiht fröhlich schwofende American-Rock-Songs mit lauten Akustikgitarrensongs aneinander. So ausgereift wie bei Against Me! klingt das nicht, auch lange nicht so angepisst, dafür gutgelaunt bis übermütig, wenn sie etwa in "The Friendship Song" ungewohnt simpel über Freundschaft philosophiert: "No, I don't have many friends/ I only ever seem to fuck over them/ You're not like the rest of them/ You accept me for who I am/ And I don't judge you for it/ And that's what friendship is". Wenn sie dann noch in "I Hate Chicago" sämtlichen Hass der Welt über der Stadt ausschüttet und sich im Country-Rausschmeißer "The Apology Song" eher passiv-aggressiv entschuldigt, erinnert das an ihre Anfangszeit, in der man ihre spätere Größe ahnen konnte.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 9.3/12

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