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0 Autor: Melanie Schmidt

Marilyn Manson - Antichrist Superstar

Antichrist Superstar

Marilyn Manson, die neuen Enfant-Terribles aus Trent Reznors eigenem Stall, waren mir bislang eher suspekt:

Platin & Hysterie in Übersee, Massenmörder, Androgynie und Kindheitstraumata, weil ein Nachbar Sänger Marilyn Manson im zarten Alter mit geschmacklosen Porno-Schmutzblättern traktierte - irgendwie stank alles verdammt nach Plastik-Marketingstrategie. Außerdem fand ich den zweiten Output des Manson-Clans, "Smells Like Children", wegen zuviel Klau beim Ziehvater gar nicht prickelnd. "Antichrist Superstar" dagegen hat mit NIN - bis auf vage Momente, dem relativ ähnlichen Gesang und Trents Gitarrenaushilfsarbeit bei diversen Tracks - kaum etwas gemeinsam. Keine dramatischen, ausufernden Krach- vs. Wohlklang-Eskapaden mit Keys, stattdessen boshafte Rocknummern mit fetten, akzentuierten Elektronik- und Sample-Spielereien. Typisch amerikanisch, überdreht, cool, sexy und urban, für NIN-Verweise zu metallisch und für eine Ministry-Kopie zuviel offen zur Schau gestellter Glam. Eine schillernde Drag-Queen, die Abend für Abend meuchelnd durch verruchte Clubs zieht.

Bewertung: 11/12
Leserbewertung: 11.1/12

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