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0 Autor: Vivien Stellmach

The Longshot - Love Is For Losers

Love Is For Losers

Billie Joe Armstrong spielt mit seiner neuen Band The Longshot Rock’n’Roll. Fans der jungen Green Day und von Social Distortion gefällt das.

Armstrong dient mit seiner Hauptband seit den frühen 90ern als Blaupause für durchaus gesellschaftskritischen Punkrock mit mitreißenden, umwerfenden Melodien. Was auch immer man von inspirierenden Platten wie "Dookie" und "Nimrod" hält, es dürfte unweigerlich die eigene Meinung über The Longshot beeinflussen. Neben dem Green-Day-Frontmann setzt sich die Band aus Banner-Pilot-Gitarrist Jeff Matika am Bass und den beiden Prima-Donna-Mitgliedern David S. Field und Kevin Preston zusammen. Die Besetzung hört man ihrem Album an: "Love Is For Losers" ist rauer leicht verspielter Midtempo-Punkrock, der einerseits an Bands wie Alkaline Trio und Banner Pilot erinnert, wegen seines Rock’n’Roll-Einschlags zum anderen aber auch an Social Distortion denken lässt. "The Last Time", "Taxi Driver" oder "Happiness" klingen allesamt wie gemächliche Green-Day-Songs, die Armstrong einmal quer über eine Kuhweide gezogen hat. "Cult Hero" und "Turn Me To Loose" könnten beim entspannten Bullenreiten, "Goodbye To Romance" beim triumphalen Pferderitt in den Sonnenuntergang entstanden sein. Dem Album lässt sich höchstens ankreiden, dass es hin und wieder etwas beliebig ist: Die Songs sind simpel strukturiert, dafür aber angenehm unaufdringlich und eingängig. Sie lassen sich von rockigen Melodien vorwärtstreiben, die sehr an Green Day zu ihrer Anfangszeit erinnern. Wer sich früher zu "Basket Case" und "When I Come Around" mit dem Skateboard hingelegt hat und eine Vorliebe für gemächlichen Cowpunk pflegt, wird mit "Love Is For Losers" seinen Spaß haben.

Bewertung: 7/12

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