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The Sword - Used Future

Used Future

Die texanischen Heavy-Rocker schneiden nach und nach ihre Wurzeln ab, ihre Vision von einem progressiv-futuristischen Southern-Sound hat dennoch ihren Reiz.

Bereits auf ihrem dritten Album "Warp Riders" tauschte The-Sword-Kopf John Cronise seine Vorliebe für die Bildsprache von "Game Of Thrones" mit seiner Leidenschaft für dystopische Science Fiction. Auf dem fünften Album – "High Country" von 2015 – erfand sich die Band dann auch im Studio neu, experimentierte mit Beats, Synthesizern, Mariachi-Bläsern und was Latin-Produzent Adrian Quesada sonst noch auftreiben konnte. Für "Used Future" (siehe etwa: das rostig-verbrauchte Raumschiff Nostromo aus Alien) engagierten sie Tucker Martine für Produktion, Aufnahme und Mix – ein Indie-Fachmann, dessen Arbeiten mit The Decemberists und My Morning Jacket wohl Reiz auf The Sword ausgeübt haben. Gemeinsam haben er und die Band eine Platte erschaffen, die man idealerweise als Ganzes hört, da sich unter die 13 Stücke auch "Prelude", "Intermezzo", "Nocturne" und "Reprise" geschlichen haben – was die Sache nicht zwangsläufig spannender macht, aber verspielter. "Nocturne" etwa ist ein düsteres Ambient-Intrumental, das Metronomticken mit einer Ahnung von Brad Fiedels Terminator-Thema kombiniert. Gerade in der zweiten Albumhälfte kommt die Band nicht mehr in die Gänge, verziert ihren Americana-Blues mit Synthesizern zwischen Space- und Kraut-Rock, und an das überlange Ende von "Brown Mountain" hängen sie die "Reprise" an, was dramaturgisch keinen Sinn ergibt. Dafür ist hier mit "Sea Of Green" eine so facettenreiche wie epische Hymne zu finden, die nicht nur an alte Großtaten erinnert, sondern auch den Weg in die Zukunft weist.

Bewertung: 7/12

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