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0 Autor: Britta Helm

Green Day - Greatest Hits: God's Favorite Band

Greatest Hits: God's Favorite Band

Was haben Green Day eigentlich in den letzten 16 Jahren so gemacht? Gerade genug Radiomusik für eine egale Erweiterung ihres Best-ofs.

Whoa, Frevel, aber sollen die Fans ruhig auf die Barrikaden klettern, wenn es ihnen beim Überblick hilft: Was sich Greatest Hits nennt, beinhaltet mehr "Dookie"-Songs als Stücke der jeweils anderen Alben, Fall erledigt. Oder auch: Zehn der Greatest Hits waren schon 2001 auf "International Superhits!" drauf, darunter natürlich "Basket Case" und "When I Come Around" und sogar noch "Minority", nach dem man jetzt aber nicht mal zur Hälfte mit "God's Favorite Band" durch ist. Über 75 Minuten lang kann man auf der 2017er-Version anhand von insgesamt 22 Songs noch mal durchleben, wie aus der räudigen Punkband die nervige Marschierband mit den Kitschballaden wurde und schließlich die egale Rockband mit noch mehr Kitschballaden. Kann man anders sehen, aber dann hat man sicher eh die gesamte Diskografie eingerahmt über dem Heimkinosystem hängen und braucht Greatest Hits höchstens noch als Weihnachtsgeschenk für hilflose Patenkinder oder zum Auflegen auf der nächsten Dorfhochzeit. Immerhin: Die Ordinary-World-Spezialversion mit Countrystar Miranda Lambert macht beim Scheunenschwoof und zu Weckgläsern mit geringelten Papierstrohhalmen schon ein bisschen was her, und zum einzigen neuen Song "Back In The USA" können Alt und Jung umweglos gemeinsam über die Tanzfläche hüpfen, so simpel und eingängig und austauschbar ist der. Allerdings sind die beiden Bonussongs so lieblos an die alten bis neueren Hits geklatscht, dass es sicher Unglück bringt. Dann doch lieber wieder die "International Superhits!" aus der Flohmarktkiste kramen. Oder einfach direkt bei "Dookie" bleiben.

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