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1 Autor: Thorsten Zahn

Limp Bizkit - Significant Other

Significant Other
  • VÖ: 01.01.1999
  • Label: Interscope/Motor
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 79

Dieses Album war schon mit großen Worten angekündigt worden. Und jedwede Versprechung, die euch auf dieses Album hin gemacht wurde, wird eingehalten. Limp Bizkit aus Jacksonville, Florida, haben einen Schritt nach vorne gemacht, der ein Erdbeben folgen läßt.

Dieses Erdbeben heißt "Significant Other". Der Titel sagt alles. Das Album ist zum Debüt „Three Dollar Bill Y’all überhaupt nicht mehr zu vergleichen, denn Limp Bizkit haben gründlich renoviert, ach was, alles Alte niedergewalzt und neu aufgebaut. Außerdem werden jetzt endlich die Korn-Vergleiche aufhören, denn "Significant Other" straft sie Lügen. Die Produktion ist superfett, die HipHop-Beats von DJ Lethal originärer als je zuvor und die tiefemotionalen Lyrics werden von Fred Durst in der jeweils passenden Stimmlage vorgetragen. Kein Gebrüll, kein dummes Rumgepöbel, nein, akzentuiert umgesetzte Aggression. Kommt der Kommunikator Fred dann wieder runter, singt er in Tonlagen, die wir sonst eigentlich nur von Perry Farrell (Ex-Jane’s Addiction, Porno For Pyros) gewohnt sind. Hinzu kommt das äußerst intelligent errichtete Soundgerüst von Sam Rivers (Baß), Wes Borland (Gitarre) und John Otto (Drums), das, dicht gestrickt, viele effektvolle Spielereien und schräge Töne in sich vereint. Laßt euch nicht von den schwachsinnigen Anzeigen verunsichern, daß Limp Bizkit „The hottest Monster Skater Rockband on earth“ sein soll. Humbug. Limp Bizkit haben für jeden etwas, und das geben sie gerne. Sie wollen dafür auch gar nichts zurück. Sie sind dankbar, daß sie diese Band haben, und das lassen sie die Fans deutlich spüren. Und als besonderes Sahnehäubchen: die Gästeliste. Von Method Man, über Jonathan Davis und Scott Weiland geben sich nur alte Bekannte die Klinke in die Hand. Die beste HipHop-Metal-Platte des Jahres.

Leserbewertung: 9.7/12

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Kommentare (1)

Avatar von RocknRolla RocknRolla 27.01.2009 | 22:08

Mit diesem Album haben Limp Bizkit eine der besten Crossover Platten eingespielt, die ich je hören durfte.

Just Like This, Breakstuff, Nookie, Re-Arranged, I'm Broke, Don't Go Off Wandering, No Sex. Selten haben sich so viele richtig gute Nummern auf einer Platte versammelt.

Und auch zehn Jahre nach Veröffentlichung hat diese Scheibe nichts an ihrer Faszination verloren.

Auch wenn textlich für den ein oder anderen eher altbekanntes Gebiet durchfahren wird, so ist das Album musikalisch umso besser.

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