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0 Autor: Arne Jamelle

Pentagram - Curious Volume

Curious Volume

Bobby Liebling wird uns alle überleben. So lange er mit Pentagram gefällige Hard-Rock-Alben wie dieses veröffentlicht und live die Doom-Klassiker gibt, sei ihm das vergönnt.

Pentagram sind die ewigen Underdogs des Metal. Eine große Karriere hat sich die Band in über 40 Jahren stets selbst verbaut, sei es durch Lieblings Lebenswandel, ständige Line-up-Wechsel oder sonstige Fehlentscheidungen und Unzuverlässigkeit. Und so fußt der Kult um Pentagram auf ihrem wegweisenden ersten Album, das erst Mitte der 80er, 14 Jahre nach ihrer Gründung, veröffentlicht wurde, sowie auf einem schier unerschöpflichen Fundus an verschollen geglaubten Demo-Aufnahmen aus den 70ern, die unter anderem als First Daze Here und First Daze Here Too wiederveröffentlicht wurden. Die weiteren seitdem entstandenen Studioalben sind allenfalls zufriedenstellend, können mit dem ganz frühen Material nicht mithalten. Das verhält sich mit "Curious Volume" nicht anders, obwohl das Songwriting wieder etwas abwechslungsreicher und Hook-lastiger ausfällt. Auch gibt es mehr Classic-Rock-Referenzen als noch auf dem Vorgänger Last Rites. "The Tempter Push" und "Earth Fligh"t werden von zeitlosen Riffs getragen, die catchy Single "Misunderstood" ist ein untypisch schneller Punkrocker und hätte auch von Danko Jones stammen können. "The Devil’s Playground" wird im Schlussdrittel zum Nackenbrecher. Das coole "Sufferin"’ kann Liebling allein durch seinen Wahnsinn tragen. Überhaupt ist dessen Gesangsleistung hier das Erstaunlichste, gerade wenn man seine Biografie bedenkt. Bestimmt kein zukünftiger Klassiker, aber welche Band, die seit über 30 Jahren aktiv ist, wird an ihrem Spätwerk gemessen? Eben.

Bewertung: 7/12

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